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China – Part 4 – Jiuzhaigou und die Fahrt dorthin

Nach langer, langer Zeit geht es nun endlich weiter.

In China war die Dauer nicht ganz so lange, nach drei Tagen Chengdu ging es weiter nach Jiuzhaisgou, ein Naturschutzgebiet im Norden von Szechuan.

Wir dachten eigentlich, dass wir mit dem Bus fahren werden, wurden dann jedoch von einem eigenen Fahrer abgeholt. Vor der Fahrt wurde noch schnell mit einer buddhistischen Gebetskette gebetet, während der Fahrt erfuhren wir dann warum. Philipp meint, dass er noch nie so viel Angst um sein Leben hatte. Ob unser Fahrer auf der Autobahn umdrehte, in einer Rechtskurve ohne Sicht einen Bus überholte oder wir uns auf einmal in einem Tunnel befanden, wo auf Grund des Smogs und fehlender Lichter die Sicht auf einen halben Meter beschränkt war, die Spannung ließ nicht nach.

Was auf jeden Fall interessant war, war die Landschaft, die wir am Weg sahen.

Hier leider nur durch das Fenster mit Folie fotografiert, einer der großen Schauseen.

Zwischendurch kamen wir bei einem gerade passierden Steinbruch vorbei. Zwei Tage darauf sind wir dabei nochmals vorbeigefahren, da war die Straße dann schon umgeleitet, nachdem die originale Straße durch den Abgang verschüttet worden war.

Steinhäuser. Wobei ich nicht sicher bin, wie alt die waren.

Und die ersten Yaks.

Und hier unser buddhist Helldriver.

Unser Hotel hat dann eigentlich schön ausgesehen, das Zimmer war aber nicht sehr ansehnlich.

Gegenüber von uns war das buddhistische Las Vegas von Jiuzhaigou, wo es die ganze Nacht Pekinger Oper und andere Unterhaltungen gab.

Die Küche im Hotel war an sich ok. Es gab alles mit Yak. Philipp nahm Nasi Goreng mit Yak.

Ich Dim Sum mit Yak.

Und als Unterhaltung gabs nebenbei Muzigesellschaft. Im Hotel  wohnhaft waren so an die 5 weißen Katzen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Naturschutzpark. Nachdem Massen an Chinesen den Bus benutzten, entschlossen wir uns, nur zu Fuß den Park zu erkunden und später ein Ticket für den Bus im Bus zu kaufen.

Man muss sagen, der Fußweg ist wunderbar gewartet, dafür, dass wir die ersten 10 km keiner einzigen Person begegnet sind.

Unser Weg führte uns bei einem kleinen Dorf der tibetischen Minderheit vorbei. Hier erfuhren wir auch, dass man im Bus keine Tickets kaufen kann bzw. der Bus einen einfach nicht zusteigen lässt auf dem Weg nach oben.

Dafür hatten wir schöne Landschaften ganz für uns alleine.

Kamen auch bei mongolischen Unterkünften vorbei.

Und waren öfters versucht, im klaren Wasser zu baden. Aber man will ja nicht alles heilige eines Landes beschmutzen.

Hier sieht man, dass sich die Strecke recht gezogen hat. In echt sind wir, glaub ich, zu keinem der größeren Seen gekommen. Der Bus hinunter hat uns dann zum Glück mitgenommen.

Und im Hotel haben wir den Tag mit tibetanischen Bier und Katzenkuschelei ausklingen lassen.

Ich hab dann noch die Nudelsuppe (mit Yak) probiert. Aber die Udonnudeln waren nicht so meines.

Am nächsten Tag in der Früh sind wir zum Flughafen gebracht worden. Ja, es gibt dort einen Flughafen. Unser Tipp an alle: hinfliegen, nicht hinfahren!

Hier haben wir dann unser Frühstück bei Dicos geholt, für chinesisches Fastfood sehr empfehlenswert.

Und wer will, braucht nicht einmal beim Burger auf Reis verzichten.

Von dort flogen wir dann über Chengdu nach Shanghai, wo wir den Rest der Reise verbringen sollten.

China – Station 2, Chengdu

Chengdu, auf die Hauptstadt von Szechuan habe ich mich schon lange gefreut. Warum? Weil ich das Essen dort so unglaublich gern habe (zumindest war das meine Annahme, ausgehend von den Rezepten, an denen ich mich in der Vergangenheit versucht hatte).

In Chengdu angekommen, nach einem durchaus angenehmen Flug. China Air hat nicht nur die besten Filme und durchaus viele davon, auch das Essen war sehr gut.
In diesem Moment hat gerade unser Fahrer sein Auto gesucht.

 Unser dortiges Hotel liegt in der Gold-Straße von Chengdu. Benannt (von mir) nach den ganzen Gold-Geschäften. Also Geschäfte, wo man unglaublichen Gold-Kitsch bekommt. Aber es gab auch Silber-Geschäfte. Und ein paar Straßen weiter lag die Safe-Straße, eine Straße, wo man in allen Geschäften Safes kaufen konnte. Wirkt witzig :-D.

Unsere Straße verlief senkrecht zu dieser. Was mir in Chengdu bezüglich Verkehr aufgefallen ist, dass die Fahrer um einiges vorsichtiger waren, als in Beijing, die Gefahr überfahren zu werden, war deutlich geringer.

Auf dieser Straße gab es auch einige Geschäfte. Für uns vor allem interessant waren die Mini-Supermärkte, wo wir uns mit Wasser und einigen anderen Sachen versorgt haben.

Und hier ein Bild, wie unsere Straße ausgesehen hat.

Angeschlossen an unser Hotel gab es gleich ein Restaurant, welches sehr gut und recht günstig war.
Ich hab gleich mal geröstete grüne Bohnen mit Chili, Szechuanpfeffer und Knoblauch gegessen. Sehr, sehr gut!

Sie hatten aber auch unverfänglichere Speisen, wie hier: Huhn mit Zwiebel, Paprika und Kartoffeln. Hat auch sehr gut geschmeckt.

Aber Lensi musste natürlich gleich einiges ausprobieren. Hier, Schweineohren in Chiliöl. Im Endeffekt hätte ich mir irgendwas mildes dazu bestellen sollen, wie gedünstetes Blattgemüse. Es war eigentlich nicht so scharf, aber sehr, sehr würzig.  Aber alles in einer sehr tollen Qualität.

Mein Frühstück an meinem ersten Morgen in Chengdu. Gebratenes Gemüse, Melone und Tee. Hier hatten sie hauptsächlich chinesisches Frühstück, aber auch Toastbrot, Butter und Marmelade.

Am Nachmittag haben wir uns eine Fruchtplatte bestellt und einen ruhigen Tag eingelegt mit Lesen. Hier nochmals der Größenunterschied zwischen Bierflasche und Glas :).

Dann haben wir noch eine Pizza auf chinesische Art gegessen, der Abwechslung zuliebe. War auch nicht schlecht. Philipp meinte, der Käse war unglaublich fett. Für mich wars genau richtig, auch wenn es mehr ein überbackenes Brot war.

Um uns ein bisschen die Füße zu vertreten, haben wir auf die andere Seite unserer Straße geschaut, wo man direkt in einen Park gehen konnte.

Und Parks sind wirklich sehr schön in China. Überall sind Wasserwege oder Teiche und die Landschaft ist sehr schön bepflanzt.

Am Abend hab ich dann gebratene Entenbrust mit Pilzen gegessen.

Philipp hatte Schweinefleisch mit süß-würziger Soße.

Und ich zum Abschluss noch eine Suppe. War dann eher ein Topf voll Suppe, als eine Portion, aber als Ausgleich zum würzigen Essen, sehr willkommen.

Ausklingend haben wir den Tag am Balkon unsres Hotels lassen, wo wir einen schönen Blick in den Hof bzw. auf das Restaurant des Hotels hatten.

Der zweite Teil von unsrem Aufenthalt in Chengdu bekommt einen extra Eintrag, damit das ganze übersichtlich bleibt.

Kochen für einen selbst

Ich weiß, dass es vielen so geht. Alleine ist man koch-faul. Für jemand kochen ist befriedigender und vor allem auch effizienter. Wenn ich es mache, sind es meist Sachen, die ich nur für mich koche, weil mein Verlobter sie nicht mag. Allen voran Suppen.

Ich liiiiiieeeeebe Suppen! Und zwar „richtige“ Suppen (sicher Ansichtssache): Rindsuppe, Hühnerbrühe, Nockalsuppn mit Eestipfi…

Um mich ein bisschen weiterzubilden in Küchensachen, lese ich gerade The Food Lab von J. Kenji Lopez-Alt eine Zusammenfassung seiner hervorragenden Online-Kolumne.

Weswegen als erster Streich selbstgemachte Zwiebelsuppe auf dem Programm stand, die mit Hilfe des Kochbuchs sehr viel einfach zu herstellen war wie die herkömmliche Methode:K057

Danach kam das alljährliche Weihnachtsprogramm in der Ramsau, wo ich vollgestopft wurde mit Leckereien von Schwein und Schaf.

Zurück zuhause musste die durch die Reise eingefangene Kälte ausgetrieben werden. Und was passt dazu besser als Szechuaner Gewürze und auch noch  in Form einer Suppe. Hühnersuppe mit Reisnudeln, Karotten, Szechuanpfeffer, Sesam, Sesamöl, Chiliöl und Stückerl, Fischsauce, Sojasauce und Essig.

K058

Hat attraktiver geschmeckt als es aussieht 😉

Und am Abend gabs dann Sous Vide Steak, gemacht nach dieser Anleitung.

steak sous vide

Beste Steak, dass ich jemals gemacht habe, die Methode kann ich sehr empfehlen! Ich habs allerdings in einen Topf mit Wasser gemacht, mit der Warmhaltefunktion der Kochplatte bin ich genau auf die Temperatur für medium-rare gekommen.