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Der Frühling ist da

und ich hab im Winter zwar einiges genäht, aber so gut wie von nix Bilder gemacht. Nachdem das Meiste zum Verschenken gemacht war, kann ich hier nur die Sachen vorstellen, die ich für mich behalten habe.

Eine der Sachen, die sich wunderbar zum Nähen eignet und wobei sich der Aufwand auch lohnt, ist Unterwäsche. Meine zwei Lieblings-BHs sind selbst genäht und gerade deshalb meine Lieblinge, weil sie eben gut angepasst sind.

Dieses Mal hab ich allerdings eher bequeme Wäsche gemacht, wobei ich ein wenig von meinen Jersey-Resten verarbeitet habe. So viel vorweg, Spitze in Jersey einsetzen ist ein Krampf!

Hier hab ich pinke Spitze und grauen Jersey kombiniert und die Spitze so zurecht geschnitten, dass ich sie als Bund verwenden konnte. Dieses Set ist nur für daheim gedacht, für alles andere ist es zu lose 😀

Der gleiche Schnitt nochmals, allerdings mit eingesetzter Spitze an den wichtigen Stellen 😉
Dieses Set ist durchaus für mehr als nur Bequemlichkeit gedacht und hier hab ich auch unter der Brust Gummi eingezogen und das ganze ein wenig straffer gearbeitet. Funktioniert erstaunlich gut, nur die Arbeit war, wie gesagt, ein Krampf. Weil ich auch unbedingt die Overlock verwenden wollte und die Spitze wie blöd Gummifussel verloren hat (warum auch immer). Nächstes Mal werd ich wohl wieder auf der Juki arbeiten.

Kleider machen

Momentan bin ich ja furchtbar mit meinem Hochzeitskleid beschäftigt, von dem ich keine Bilder poste, da der zukünftige Bräutigam es nicht sehen sollte. Dafür habe ich aber noch Bilder von dem Kleid, das ich mir für die zwei Hochzeiten im letzten Jahr gemacht habe.

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Am Anfang ist da normalerweise ein Probeschnitt. Schnittmuster für solche Kleider mach ich eigentlich alle selber, weil sie sich sehr gut von den Körpermaßen ableiten lassen. Das erste Mal, dass ich das gemacht habe, war übrigens gar kein genähtes Kleid, sondern ein gestricktes. Nachdem ich im Herbst 2005 eine Nierenbeckenentzündung hatte, hielten sich noch lange anschließend Schmerzen im Lendenbereich und ich war sehr empfindlich gegen Zugluft. Daher habe ich mir für die Ballsaison 2006/07 ein Ballkleid aus Kaschmirwolle gestrickt. Das gibt es übrigens noch irgendwo 😀

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Im Anschluss an den Probeschnitt und ein paar Änderungen werden die Schnitteile aus dem „echten“ Stoff zugeschnitten. Das Kleid sollte ein Hybrid zwischen Sommer und Winterkleid werden, deshalb war der Oberstoff Wolle, die Zwischenschicht Seiden-Organza und das Futter Acetat.

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Auf die Zwischenschicht werden die Kanäle für die Stäbchen aufgenäht.

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So viele Stäbchen kommen dann ins Kleid. Hier hab ich sie noch mit Fimo an den Enden abgepickt, mittlerweile mach ich das aber mit Gewebeklebeband, genauer gesagt mit meinem Sport-Tape. Ist einfacher und trägt nicht so viel zusätzliches Volumen auf

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Hier wird noch getestet, ob die Stäbchen passen. Sie waren ein bisschen zu lange in diesem Fall.

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Und so sieht dann das Oberteil vernäht ohne Futter aus.

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Als besonderes Zuckerl hab ich ein Sichtfenster beim Rückenansatz eingefügt. Das ist, genau wie man hier sieht, eine Stecknadelreiche Arbeit aber grad solche Details machen dann halt auch den Charme aus :D.

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So sieht das dann im Endeffekt aus. Hintergrund ist eine Spitze, welche ich für Unterwäsche gekauft hab und bei der mir das organische Muster sehr gut gefällt.

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Dann wird der Mittelteil angefügt.

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Und kurzentschlossen hab ich noch eine kleine Schnürung am oberen Rücken angebracht.

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Und so sieht das Kleid dann aus. Man erkennt sehr gut, bügeln kommt bei mir manchmal nimmer so vor.