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China – Station 2, Chengdu … Teil 2

Chengdu ist nicht unbedingt eine Stadt, die in aller Welt bekannt ist, im Gegensatz zu Beijing und Shanghai. (Wobei Bernd sie kennt, weil sie einen Fußballclub haben. Fußballwissen ist anscheinend sehr ähnlich wie mein Essenwissen ^^.)

Über Chengdu lässt sich sagen, dass die Stadt nicht den Ruf hat, sehr hübsch zu sein und durch die Lage eher anfällig für Smog ist. Wir hatten keinen Smog, vmtl. auch bedingt durch die neue Umweltpolitik in China. Außerdem hab ich die Stadt überraschend hübsch gefunden.

In Chengdu erinnern die typischen Wohnhäuser an die ersten Wolkenkratzer von New York, irgendwie charmant.

Eine richtige Downtown gibt es auch hier nicht. Und die Altstadt ist quer über die ganze Stadt aufgeteilt. Immer wieder sieht man ältere Gebäude, wie die in unserer Gold-Straße.

Chengdu ist aber auch bekannt für das Panda-Research-Zentrum. Ich bin jetzt nicht so begeistert von Pandas, wie andere Menschen, aber es bietet sich natürlich an, vorbei zu schauen, wenn man schon da ist. Außerdem hatte ich gelesen, dass es auch rote Pandas gibt und diese find ich sehr sehr schön.

Die Pandas haben im Zentrum sehr viel Platz. Normalerweise findet man ein zwei erwachsene Pandas mit dem aktuellen Nachwuchs in einem Gebiet. Getrennt sind sie von den Besuchern durch Gräben.

Zäune wären wohl auch etwas umsonst, so wie die klettern können.

Generell schlafen sie anscheinend am liebsten in den denkbar unbequemst wirkenden Positionen. Aber ihnen gefällts anscheinend :D.

Eine Panda-Mutter zieht normal nur ein Junges auf, auch wenn zwei geboren werden. Dies liegt daran, dass die Jungen von Natur aus sehr geringe Überlebenschancen haben.
In Chengdu werden die verstoßenen Jungen zusammen vom Personal aufgezogen und gepflegt. Hier sind die Kloinen gerade im Brutkasten. Sehr, sehr mini!

Die roten Pandas haben einen eigenen Wald, wo die Besucher durch einen vergitterten Gang von ihnen getrennt sind. Allerdings gibt es immer wieder Lücken im Zaun, damit die Pandas den Weg queren können. Auch uns ist ein Panda direkt vor die Füße gelaufen. Wir haben natürlich nicht den Panda gestreichelt, weil es nicht erlaubt ist, 15 Chinesen dagegen schon. Dadurch hat sich bei mir ein innerer Konflikt ergeben: Ist es gut und löblich, dass ich die Regeln zum Schutze des Tiers beachtet habe oder ärgere ich mich, dass ich den Panda nicht gestreichelt habe? Ich meine: Ich hätte einen roten Panda streicheln können!!!!einself
Rote Pandas sind mit dem großen Panda übrigens nicht verwandt. Je nach Herangehensweise werden sie entweder den Füchsen zugeteilt oder bilden eine eigene Familie, die der Bärenkatzen.

Wenn in China gebaut wird, dann gleich ordentlich. Und warum neue Pläne machen, wenn das eine Gebäude eh toll aussieht?

An diesem Tag sind wir weiter zum größten Stein-Buddha der Welt gefahren. Am Weg haben wir viele kleine Gärten gesehen, wie diesen hier. Er ist genau wie mein Milpa von vor zwei Jahren bepflanzt, sooo cool!

Der Große Buddha von Lesha wurde erbaut, wo drei Flüsse sich treffen, um vor Bootsunglücken zu schützen.

So sieht er aus. Also jedenfalls, wenn einem der Akku ausgeht und man deshalb nicht mehr frontal ein Bild machen kann ^^.

Am Abend gabs dann noch Hot-Pot. Ich muss sagen, war sehr sehr gut. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an meinen Mann, dass er mitgegangen ist, obwohl ihm vor Suppen graust.