Kleider machen

Momentan bin ich ja furchtbar mit meinem Hochzeitskleid beschäftigt, von dem ich keine Bilder poste, da der zukünftige Bräutigam es nicht sehen sollte. Dafür habe ich aber noch Bilder von dem Kleid, das ich mir für die zwei Hochzeiten im letzten Jahr gemacht habe.

kleidP1030733

Am Anfang ist da normalerweise ein Probeschnitt. Schnittmuster für solche Kleider mach ich eigentlich alle selber, weil sie sich sehr gut von den Körpermaßen ableiten lassen. Das erste Mal, dass ich das gemacht habe, war übrigens gar kein genähtes Kleid, sondern ein gestricktes. Nachdem ich im Herbst 2005 eine Nierenbeckenentzündung hatte, hielten sich noch lange anschließend Schmerzen im Lendenbereich und ich war sehr empfindlich gegen Zugluft. Daher habe ich mir für die Ballsaison 2006/07 ein Ballkleid aus Kaschmirwolle gestrickt. Das gibt es übrigens noch irgendwo 😀

kleidP1030741

Im Anschluss an den Probeschnitt und ein paar Änderungen werden die Schnitteile aus dem „echten“ Stoff zugeschnitten. Das Kleid sollte ein Hybrid zwischen Sommer und Winterkleid werden, deshalb war der Oberstoff Wolle, die Zwischenschicht Seiden-Organza und das Futter Acetat.

kleidP1030744

Auf die Zwischenschicht werden die Kanäle für die Stäbchen aufgenäht.

kleidP1030746

So viele Stäbchen kommen dann ins Kleid. Hier hab ich sie noch mit Fimo an den Enden abgepickt, mittlerweile mach ich das aber mit Gewebeklebeband, genauer gesagt mit meinem Sport-Tape. Ist einfacher und trägt nicht so viel zusätzliches Volumen auf

kleidP1030748

Hier wird noch getestet, ob die Stäbchen passen. Sie waren ein bisschen zu lange in diesem Fall.

kleidP1030750

Und so sieht dann das Oberteil vernäht ohne Futter aus.

kleidP1030751

Als besonderes Zuckerl hab ich ein Sichtfenster beim Rückenansatz eingefügt. Das ist, genau wie man hier sieht, eine Stecknadelreiche Arbeit aber grad solche Details machen dann halt auch den Charme aus :D.

kleidP1030756

So sieht das dann im Endeffekt aus. Hintergrund ist eine Spitze, welche ich für Unterwäsche gekauft hab und bei der mir das organische Muster sehr gut gefällt.

kleidP1030757

Dann wird der Mittelteil angefügt.

kleidP1030772

Und kurzentschlossen hab ich noch eine kleine Schnürung am oberen Rücken angebracht.

kleidP1030780

Und so sieht das Kleid dann aus. Man erkennt sehr gut, bügeln kommt bei mir manchmal nimmer so vor.

 

 

Frisuren, wann wenn nicht jetzt

Meine Schwägerinnen in spe und meine liebe Tanja helfen mir gerade bei Kleid-Ideen und Brautfrisuren. Dass werdende Bräute verschiedene Stile ausprobieren, ist sicher nicht neu. Was mich heute allerdings überfallen hat, war das Bedürfnis, eine etwas andere Frisur auszuprobieren.

Die Idee kam mit der Frage meines Liebsten, ob es nach der Hochzeit wohl das rituelle Haareschneiden gäbe. Dazu als Vorgeschichte: ich trage meine Haare ungern lang. Aber zu einer Hochzeit passt es gut und so hab ich mir den Vorsatz gemacht, die lieben Biester bis zur Hochzeit in die Länge zu züchten. Nur, jedesmal, wenn ich frustriert über die Haarmasse bin, sag ich gerne: nach der Hochzeit, da kommen sie weg!

Wobei ich ja nicht unbedingt zum klassischen Bob tentiere. Wenn recht kurz und wenn nicht, teilweise recht kurz. Wer wie ich niemals ein Glätteisen benützen musste und das Haarvolumen eines Leintuchs hat, kennt vmtl die Problematik dass die Haare einfach aus übertragener Sturheit sich weigern irgendwelche Formen außer gerade und volumenlos anzunehmen. Deshalb mag ich Frisuren die ein bisserl flockiger sind. und gerne geflochten.

Allerdings bin ich ja nimmer im öffentlich unterrichteten Raum, wo alles möglich ist und da ich mittlerweile doch öfters Kundenkontakte hatte, wollte ich sichergehen, dass die Frisur sich auch alltags-tauglich herrichten lässt.

Nach vielen Worten, hier die Bilder:

F001

Ausgangssituation: ein nach hinten verlängerter Irokese. Ala weiß noch gut, wie furchtbar die zum Aufstellen sind

F002

Offene Haar klappen, aber es schaut schon recht dünn aus

F003

Knoten klassisch, quasi unmöglich, über den Ohren gehts, schaut aber eigen aus

F004

Das ist nur zwischendurch. Und ja, meine Haare hassen mich schon jetzt 😀

F005

Das ist quasi meine Wunschfrisur. Wer Wheel of Time nicht gelesen hat, sollte das dringend nachholen. Nur die Nägel werd ich mir wohl trotzdem nicht lackieren 😀

F006

Jep, zufrieden

F008

Und so lange sind anscheinend meine Deckhaare.

Ob es dann im Endeffekt zum rituellen Haare Schneiden kommt sei offen im Raum gelassen

Suppe, Suppe, Suppe

Nachdem ich zu Weihnachten viel probiert hab, hab ich natürlich meinen Suppenplan auch in der Arbeit in die Tat umgesetzt. Hier in der mir liebsten Szechuaner Version, mit Åschbeehaisla Bohnen.

Photo0285

Mein Tipp, keine Nudelsuppe am Schreibtisch essen, macht nur Dreck ^^.

Sonst hab ich auch mal eine Thaisuppe ausprobiert, einfach mit roter Currypaste, Kokosmilch, Limettensaft Koriander und Frühlingszwiebeln.

K061

Orangenhuhn sous vide

Nachdem ich letzte Woche arbeitstechnisch hauptsächlich vor dem PC verbracht habe, hatte ich abends meist nimmer die Muse, noch zu kochen. Allerdings durchaus eine Idee, was ich machen wollte. Nämlich Orangenhuhn mit Speck. Ich bin ja absolut kein Meister in Hendl kochen, wenns geht schnipsle ichs zam und mach ein Pfannengericht, weil die ganzen Teile mir viel zu oft zu trocken werden. Daher hab ich mich entschlossen, das Rezept in ein Sous Vide Rezept mit dieser Grundanleitung umzuwandeln.

Das heißt zuerst einmal Hendlteile auslösen, davon erspar ich euch Bilder. Die Brust mit Knochen und Haut salzen und pfeffern.

K062

Zusammen mit einer Orangenscheibe in einen Zippbeutel  verpacken und vakuumieren. (Geht gut, wenn man den Beutel vorsichtig in ein Wasserbad gibt und immer weiter versenkt, bis die meiste Luft heraußen ist und anschließend zuzippt.)

K063

Anschließend in einen Topf mit 66°C heißem Wasser geben. Ich habs 4 °C wärmer gewählt, weil ich den Topf nicht am Herd stehen lassen wollte und der Abkühlung entgegenwirken wollte.

K064

Anschließend hab ich den Topf in einen mit einem Handtuch ausgelegten Korb gestellt.

K065

Gut eingepackt.

K066

Und zwei Stunden ziehen gelassen. Wobei ich zweimal die Temperatur korrigiert hab, indem ich heißes Wasser zugegeben hab.

K069

Währenddessen hab ich den Speck angebraten und das Fett danach in der Pfanne gelassen.

K067

Auch Kartöffli hab ich inzwischen geröstet. Vorher allerdings gedünstet, damits ein wenig schneller geht.

K068

Danach die Brüste aus dem Beutel nehmen und die Knochen entfernen.

K070

K071

Den gebildeten „Braten“saft in eine Pfanne geben und den Saft einer Orange, ein bissi Honig und ein Schlukerl Verjus hinzugeben. Verjus, weil die Orangen nicht wirklich genug Säure hatten. Nächstes mal nehm ich wohl Blutorangen. Aufköcheln und gut verrühren.

K073

Inzwischen die Hähnchenbrüste im übrig gebliebenen Fett vom Speck auf der Hautseite liegend herausbraten.

K074

Möglichst die ganze Haut anbraten, aber nicht mehr. Auch ein paar frische Orangenscheiben hab ich mit angebraten.

K075

Herausnehmen und die Pfanne mit der Orangensaftmischung ablöschen und ein wenig einkochen.

K076

K077

Anschließend hat meine Kamera aufgegeben, weil der Akku leer war, deshalb ohne Bild: Die Hähnchenbrüste zurück in die Pfanne, Orangenscheiben dazu, Speck darauf und noch mal kurz unter den Backofengrill.

Schließlich auf einem Teller angerichtet, anbei ein Vogerlsalat. Und unser Tablet macht furchtbare Bilder ^^

20160123_163653998

Hat gut geschmeckt, allerdings war mir das Hendl fast eine Spur zu trocken, dh ich werd nächstes Mal wohl eine Temperatur von ca 63 °C wählen.

Kochbücher zu verschenken

Kann man jemals zu viele Kochbücher haben? Ich glaube nicht, andere Menschen glauben schon, deshalb wird es mal wieder Zeit einige davon anzubringen 😀

<img class="alignnone size-full wp-image-824" src="http://www priligy tablets 60mg.tungsten-maiden.at/wp-content/uploads/2016/01/K060.jpg“ alt=“K060″ width=“900″ height=“675″ srcset=“http://www.tungsten-maiden.at/wp-content/uploads/2016/01/K060.jpg 900w, http://www.tungsten-maiden.at/wp-content/uploads/2016/01/K060-300×225.jpg 300w, http://www.tungsten-maiden.at/wp-content/uploads/2016/01/K060-768×576.jpg 768w, http://www.tungsten-maiden.at/wp-content/uploads/2016/01/K060-150×113.jpg 150w, http://www.tungsten-maiden.at/wp-content/uploads/2016/01/K060-840×630.jpg 840w“ sizes=“(max-width: 900px) 100vw, 900px“ />

Wer etwas davon haben möchte, einfach ein Kommentar schreiben (bitte mit gültiger E-Mail Adresse, damit ich mich melden kann)

Misosuppe und Muzischnutzis

Weil Faulheit auch einen Namen hat, bin ich noch immer daheim. Weil es Donnerstag aber zurückgeht, bin ich gerade am Austesten von ein paar Ideen um mir das Mittagessen in der Arbeit angenehmer zu machen.

Ich mag nicht kalt und wenn mir kalt ist, mag ich  Suppe. Weil ich auch nicht raus gehn mag, wenn es kalt ist, hat das im Dezember zu öfters mal Instant-Ramen geführt. Das sind diese asiatischen Nudelsuppen, die man nur mit heißem Wasser übergießen muss. Nun haben die zum einen nicht die besten Inhaltsstoffe, zum anderen riechen sie teilweise auch sehr penetrant. Weswegen ich absolut entzückt war, als ich von The Food Lab die selbstgemachte Version sah: The Food Lab: Make Your Own Just-Add-Hot-Water Instant Noodles (and Make Your Coworkers Jealous)

Fertigsuppenkonzentrat find ich nicht so tolle, weswegen ich die Feiertage und die preislich stark reduzierten Geflügelteile nach den Feiertagen genutzt habe und massig Hühnerfond gekocht hab. Den dann eingeengt auf ein Zehntel des Volumens und in Eiswürfelbehältern eingefroren.

Heute hab ich dann Misosuppe ausprobiert:K059

Ziemlich easy, Misopaste, ein Würfel Suppe, bissi Sojasauce, geriebener Ingwer, eingeweichte Algen und Pilze. Und natürlich Reisnudeln, die ich auch vorher eingeweicht hab. Um die Theorie zu testen, hab ich das ganze ein bissi stehen lassen im Schüsserl, bis alles Raumtemperatur hatte und dann mit kochendem Wasser aufgegossen. Nachgewürzt wurde mit Sojasauce, die ich auch in der Arbeit habe. Hat super geschmeckt, die Nudeln ham eine gute Konsistenz bekommen, nicht zu weich und damit ist die schon mal auf der Liste.

Muzis sind momentan eher zurückhaltend und ruhig:

M048

Vermutlich haben wir sie überkuschelt.

M049

Und der Schnitzi ist schnitzig wie immer ^^

 

Kochen für einen selbst

Ich weiß, dass es vielen so geht. Alleine ist man koch-faul. Für jemand kochen ist befriedigender und vor allem auch effizienter. Wenn ich es mache, sind es meist Sachen, die ich nur für mich koche, weil mein Verlobter sie nicht mag. Allen voran Suppen.

Ich liiiiiieeeeebe Suppen! Und zwar „richtige“ Suppen (sicher Ansichtssache): Rindsuppe, Hühnerbrühe, Nockalsuppn mit Eestipfi…

Um mich ein bisschen weiterzubilden in Küchensachen, lese ich gerade The Food Lab von J. Kenji Lopez-Alt eine Zusammenfassung seiner hervorragenden Online-Kolumne.

Weswegen als erster Streich selbstgemachte Zwiebelsuppe auf dem Programm stand, die mit Hilfe des Kochbuchs sehr viel einfach zu herstellen war wie die herkömmliche Methode:K057

Danach kam das alljährliche Weihnachtsprogramm in der Ramsau, wo ich vollgestopft wurde mit Leckereien von Schwein und Schaf.

Zurück zuhause musste die durch die Reise eingefangene Kälte ausgetrieben werden. Und was passt dazu besser als Szechuaner Gewürze und auch noch  in Form einer Suppe. Hühnersuppe mit Reisnudeln, Karotten, Szechuanpfeffer, Sesam, Sesamöl, Chiliöl und Stückerl, Fischsauce, Sojasauce und Essig.

K058

Hat attraktiver geschmeckt als es aussieht 😉

Und am Abend gabs dann Sous Vide Steak, gemacht nach dieser Anleitung.

steak sous vide

Beste Steak, dass ich jemals gemacht habe, die Methode kann ich sehr empfehlen! Ich habs allerdings in einen Topf mit Wasser gemacht, mit der Warmhaltefunktion der Kochplatte bin ich genau auf die Temperatur für medium-rare gekommen.

Muzweihnachten

Im Muziland haben wir eigentlich noch nie wirklich Weihnachten gefeiert. Liegt einerseits daran, dass wir beide nicht so die Deko-Leutz sind und andererseits, weil wir ohnehin noch bei unseren Stammfamilien feiern. Heuer gabs dann zur Abwechslung mal Muzweihnachten, also kein wirkliches Weihnachten, sondern nur ein angezündetes Kerzerl, lecker Essen und dieses mal sogar Geschenke.

A036

Nachdem wir sogar zusammen gekocht haben, war es sehr, sehr gemütlich und nett. Den Weihnachtsbaum für die Muze haben wir dann doch nicht gekauft, vielleicht nächstes Mal.  Und im großen Packerl war dann, von mir lange gewünscht:

A037

Nachdem ich vor 13 Jahren zu Weihnachten meine Mokka Maschine bekommen habe und die mittlerweile einfach schon sehr mitgenommen ist, wird sie ab jetzt wirklich nur noch als Reisemaschine verwendet. Und die hier als tägliche Liebesspenderin :D. Soooo guter Kaffee. Mal schaun, wann es zum  Kaffee-Cook-Off mit Jaksi seiner kommt 😉