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China – Station 2, Chengdu

Chengdu, auf die Hauptstadt von Szechuan habe ich mich schon lange gefreut. Warum? Weil ich das Essen dort so unglaublich gern habe (zumindest war das meine Annahme, ausgehend von den Rezepten, an denen ich mich in der Vergangenheit versucht hatte).

In Chengdu angekommen, nach einem durchaus angenehmen Flug. China Air hat nicht nur die besten Filme und durchaus viele davon, auch das Essen war sehr gut.
In diesem Moment hat gerade unser Fahrer sein Auto gesucht.

 Unser dortiges Hotel liegt in der Gold-Straße von Chengdu. Benannt (von mir) nach den ganzen Gold-Geschäften. Also Geschäfte, wo man unglaublichen Gold-Kitsch bekommt. Aber es gab auch Silber-Geschäfte. Und ein paar Straßen weiter lag die Safe-Straße, eine Straße, wo man in allen Geschäften Safes kaufen konnte. Wirkt witzig :-D.

Unsere Straße verlief senkrecht zu dieser. Was mir in Chengdu bezüglich Verkehr aufgefallen ist, dass die Fahrer um einiges vorsichtiger waren, als in Beijing, die Gefahr überfahren zu werden, war deutlich geringer.

Auf dieser Straße gab es auch einige Geschäfte. Für uns vor allem interessant waren die Mini-Supermärkte, wo wir uns mit Wasser und einigen anderen Sachen versorgt haben.

Und hier ein Bild, wie unsere Straße ausgesehen hat.

Angeschlossen an unser Hotel gab es gleich ein Restaurant, welches sehr gut und recht günstig war.
Ich hab gleich mal geröstete grüne Bohnen mit Chili, Szechuanpfeffer und Knoblauch gegessen. Sehr, sehr gut!

Sie hatten aber auch unverfänglichere Speisen, wie hier: Huhn mit Zwiebel, Paprika und Kartoffeln. Hat auch sehr gut geschmeckt.

Aber Lensi musste natürlich gleich einiges ausprobieren. Hier, Schweineohren in Chiliöl. Im Endeffekt hätte ich mir irgendwas mildes dazu bestellen sollen, wie gedünstetes Blattgemüse. Es war eigentlich nicht so scharf, aber sehr, sehr würzig.  Aber alles in einer sehr tollen Qualität.

Mein Frühstück an meinem ersten Morgen in Chengdu. Gebratenes Gemüse, Melone und Tee. Hier hatten sie hauptsächlich chinesisches Frühstück, aber auch Toastbrot, Butter und Marmelade.

Am Nachmittag haben wir uns eine Fruchtplatte bestellt und einen ruhigen Tag eingelegt mit Lesen. Hier nochmals der Größenunterschied zwischen Bierflasche und Glas :).

Dann haben wir noch eine Pizza auf chinesische Art gegessen, der Abwechslung zuliebe. War auch nicht schlecht. Philipp meinte, der Käse war unglaublich fett. Für mich wars genau richtig, auch wenn es mehr ein überbackenes Brot war.

Um uns ein bisschen die Füße zu vertreten, haben wir auf die andere Seite unserer Straße geschaut, wo man direkt in einen Park gehen konnte.

Und Parks sind wirklich sehr schön in China. Überall sind Wasserwege oder Teiche und die Landschaft ist sehr schön bepflanzt.

Am Abend hab ich dann gebratene Entenbrust mit Pilzen gegessen.

Philipp hatte Schweinefleisch mit süß-würziger Soße.

Und ich zum Abschluss noch eine Suppe. War dann eher ein Topf voll Suppe, als eine Portion, aber als Ausgleich zum würzigen Essen, sehr willkommen.

Ausklingend haben wir den Tag am Balkon unsres Hotels lassen, wo wir einen schönen Blick in den Hof bzw. auf das Restaurant des Hotels hatten.

Der zweite Teil von unsrem Aufenthalt in Chengdu bekommt einen extra Eintrag, damit das ganze übersichtlich bleibt.

China – Station 1, Beijing

Die letzten zwei Wochen haben mein Mann und ich in China verbracht. Mit einem recht straffen Programm haben wir uns Beijing, Chengdu, Juizhaigou, Shanghai und Souzhou angesehen.

Begonnen hat es mit dem berüchtigtem Jetlag, der uns in Beijing erwartet hat. Aber Lensi, immer auf der Suche nach Essen, ist natürlich gleich mal nach der Ankunft im Hotel in der Altstadt spazieren gegangen.

Das erste, was uns in Beijing aufgefallen ist, war, dass die Stadt sehr grün ist. Keine Menschenmassen, wie wir erwartet haben, vor allem nicht am Nachmittag, kurz nach dem Regen. Der Regen hat uns außerdem tolle Luft gebracht. Überhaupt haben wir an unseren Tagen in Beijing keinen Smog gehabt.

Unser Hotel, Courtyard 5, im Zentrum der Altstadt ist ein alter Häuserkomplex mit einigen Innenhöfen.  Sehr malerisch, nur ab und an hat es in manchen Winkeln eigenartig gerochen. Das Zimmer war wundervoll und der Service auch sehr angenehm.

Nachdem wir ein paar Stunden Schlaf nachgeholt haben, sind wir im internen Restaurant essen gewesen. Ein Muster, das uns noch oft begegnen sollte, war die große Bierflasche mit dem kleinen Glas. Wobei wir durchaus noch kleinere Gläser gesehen haben.

Am Abend war auf den Straßen schon deutlich mehr los. Aber immer noch gut überblickbar. Das Straßenessen selbst hat mir weniger zugesagt, meistens gab es Kutteln, von denen ich schon gehört hatte, dass sie nicht so sauber geputzt sind, wie man aus unserer Küche erwartet. Daher hab ich das Kosten unterlassen.

Am nächsten Morgen ging es zum Sommerpalast, zusammen mit einem Guide. Hier nur ein kleiner Ausschnitt der Verkehrssituation in Beijing. In dieser Stadt gilt anscheinend die Regel, wer größer ist, hat recht. Als Fußgänger heißt dies, warten bis ein Loch im Verkehrsfluss ist und sehr schnell laufen!

Außerdem ist auffallend, wie viele elektrische Roller und Motorräder es gibt. Vor kurzem sind fast alle einspurigen Fahrzeuge auf elektrische Antriebe umgestellt worden um die Umweltsituation zu verbessern.

Wirklich gewaltige Hochhäuser haben wir in Beijing nicht gesehen.  Eher solche Bauten und die immer wieder wiederholten Plattenbauten mit Wohnungen.

Der Sommerpalast ist gut besucht gewesen, aber durch die große Fläche hat es sich verlaufen. Ideal zum Spazierengehen. Nur hat unser Guide als zweites Hauptfach Geschichte belegt gehabt und daher haben wir die Zeit mit den verschiedenen Dynastien von China verbracht.

Ein Boot aus Stein, muss man erst mal haben! Mein Mann weiß noch, was es damit auf sich hat, bei mir hat zu dem Zeitpunkt schon das Gehirn aufgegeben, aber es war wohl irgendwas mit der Drachenlady.

Hier sind wir auch recht herausgestochen. Vor allem ich bin öfters sehr kritisch betrachtet worden. Im Nachhinein gebe ich die Schuld meinen FlipFlops und meiner Kappe, die genauso aussieht wie die Kappen, die das dortige Militär trägt.

Aber es lohnt sich auf jeden Fall, den Sommerpalast anzusehen. Wir haben nur leider nicht so viel Zeit gehabt, nachdem wir noch zur chinesischen Mauer weiter fuhren.

Am Weg zur Mauer haben wir auch erfahren, dass Beijing sehr langgestreckt ist. Von einem Ende der Stadt zum anderen, kann man schon mal 3 Stunden fahren. Dieser Abschnitt der Mauer ist noch in Beijing und wir haben ca 2,5 Stunden gebraucht, bis wir dort waren. Gefahren sind wir in einem BMW der Luxusklasse, unser Guide war ganz überrascht, dass wir nicht solche Autos fahren. Sie sind hier alle anscheinend sehr begeistert von deutschen Automarken.

Hinauf auf die Mauer ging es mit einem Sessellift, hinunter auf einer Sommerrodelbahn.

Neben FlipFlops, sollte man in China auch nicht barfuß gehen. Auch nicht auf der chinesischen Mauer, auch wenn die Steine unglaublich angenehm sind! Im Nachhinein wundere ich mich, wie viele Leute ich an diesem Tag wohl beleidigt habe…

Am Fuße der Rodelbahn gibts dann gleich einen Subway mit Ciant Burger. Interessanter Kontrast :D.

Am nächsten Tag sind wir dann gleich weiter nach Chengdu gefahren, wo ich allerdings mit einem weiteren Beitrag anschließe.

Backe Backe

Wenn ich einen (fast) ganzen Tag Zeit hab, packe ich gerne. Samstag hab ich Mini-Baguettes und Ciabatta gemacht.

Dafür hab ich erstmal einen Vorteig gemacht. Ein Teig, der die gleiche Zusammensetzung hat, aber noch etwas rasten kann. Der Vorteil des Vorteigs ist zum einen die Menge, die überschaubar und im Kühlschrank handhabbar ist, zum anderen, dass der Germ im restlichen Teig dann noch frisch und motiviert ist, schnell aufzugehen. Aus dem Vorteig hab ich auch gleich Frühstücks-Pita gemacht (oben im Bild).

Für die Ciabatta hab ich dann noch getrocknete Tomaten und Röstzwiebel vorbereitet.

Mehl und Salz einwiegen, Germ ein Packerl auf ein Kilo, sollt mit dem Vorteig langen.

Das ist der bereits zerstückelte Vorteig.

So sieht dann alles zusammen aus.

Und das ganze mit Wasser (67%)

Der Teig wird nur so weit vermengt, dass alle Zutaten grad nass sind, danach wir er nur noch gezogen und gefaltet.

Für die Ciabatta hab ich die getrockneten Tomaten und Röstzwiebel mit etwas Wasser und ein wenig Mehl vermengt. Die Wassermenge sollte insgesamt dann in diesem Teig etwas höher sein. Anschließend werden die Gimmicks (^^) eingefaltet.

So sieht das Ganze ja noch sehr annehmbar aus. Dahinter rastet gerade der Baguette Teig unter einer Schüssel.

Während die Teige rasten, schleife ich die wichtigsten Messer der Küche. Angefangen mit meinem neuen chinesischem Beil, das ich von dem besten Ehemann zu Weihnachten bekommen habe (Danke :*).

Beim nächsten Falten zeigen sich die Röstzwiebel schon an der Oberfläche, wollt ich nicht, ist aber so :/.

Die Tomaten sind da etwas braver.

Und so sieht inzwischen den Baguette Teig aus.

Nach dem letzten Falten ist er schon sehr ansehlich und wird nach einer kurzen Pause weiterbearbeitet.

Zu (eher) quatratischen Teiglingen, die anschließend gefalten und gerollt werden.

Die Ciabatta werden ebenfalls gefalten.

Und sehen nach  dem Backen so aus.

Und die Baguettes so. Das Zusammengestauchte kommt daher, dass ich sie zulang gemacht hab und deshalb zusammenstauchen musste, damit sie auf den Backstein passen.

Und hier noch ich, wie ich Zwiebel für die Röstzwiebeln geschnitten habe :D.

 

Laaaaider hatte meine Kamera keinen Akku mehr, als ich die Baguettes geformt hab und die warten dann leider nicht :(.

Dafür hab ich das Rezept für Baguettes für euch (ist jetzt nicht viel dahinter :D)

100% Mehl mit hohem Ausmahlungsgrad (ich nehm dafür das Pizzamehl der Rössl-Mühle)
67% Wasser
2% Salz
1 Pk Trockengerm auf 1 kg Mehl

Bei meiner Menge waren das dann:
1 kg Mehl
670 g Wasser
20 g Salz
1 Pk Trockengerm

Außerdem kann es sein, dass ihr tausende Bilder in diesem Beitrag seht, nachdem ich abartige Probleme damit hatte, Bilder in den Beitrag einzufügen. Ich denke, ich muss in Zukunft wohl kleinere Formate wählen. Wenn das so ist, sagt mir bitte Bescheid.

Der Frühling ist da

und ich hab im Winter zwar einiges genäht, aber so gut wie von nix Bilder gemacht. Nachdem das Meiste zum Verschenken gemacht war, kann ich hier nur die Sachen vorstellen, die ich für mich behalten habe.

Eine der Sachen, die sich wunderbar zum Nähen eignet und wobei sich der Aufwand auch lohnt, ist Unterwäsche. Meine zwei Lieblings-BHs sind selbst genäht und gerade deshalb meine Lieblinge, weil sie eben gut angepasst sind.

Dieses Mal hab ich allerdings eher bequeme Wäsche gemacht, wobei ich ein wenig von meinen Jersey-Resten verarbeitet habe. So viel vorweg, Spitze in Jersey einsetzen ist ein Krampf!

Hier hab ich pinke Spitze und grauen Jersey kombiniert und die Spitze so zurecht geschnitten, dass ich sie als Bund verwenden konnte. Dieses Set ist nur für daheim gedacht, für alles andere ist es zu lose 😀

Der gleiche Schnitt nochmals, allerdings mit eingesetzter Spitze an den wichtigen Stellen 😉
Dieses Set ist durchaus für mehr als nur Bequemlichkeit gedacht und hier hab ich auch unter der Brust Gummi eingezogen und das ganze ein wenig straffer gearbeitet. Funktioniert erstaunlich gut, nur die Arbeit war, wie gesagt, ein Krampf. Weil ich auch unbedingt die Overlock verwenden wollte und die Spitze wie blöd Gummifussel verloren hat (warum auch immer). Nächstes Mal werd ich wohl wieder auf der Juki arbeiten.

Die Liebe meines Lebens und warum ich sie so oft betrüge

Wenn es eines gibt, dass mir beinahe grenzenlose Freude machen kann, so ist das Essen. Gutes Essen! Vor allem wenn ich sehr hungrig bin und gut gelaunt. Denn wenn ich schlecht aufgelegt bin, hab ich generell selten Hunger.

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Ich esse gern in Gesellschaft, in letzter Zeit auch gern in Gesellschaft meines Kindles und Büchern von Brandon Sanderson. Und weil es draußen ghaaalt und grauselig ist, gibt es für mich nichts besseres als Suppe.

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Mein Vater sagt, mein Lieblingsessen als Kind war Nockerlsuppe. Als Kleinkind ging ich jeden Tag zu unserer Nachbarin, um zu Mittag Suppe zu essen, weil sie noch den Essensplan Suppe-Hauptspeise-Nachspeise verfolgte. Danach gabs dann zuhause Mittagessen.k049

Auch heute noch ist eine gute Rindsuppe, eine sehr scharfe Gulaschsuppe, eine Tomatencremesuppe mit Schlag oder eine meiner selbst zusammengebrauten asiatischen Nudelsuppen das liebste, was ich essen kann. Suppe ist anscheinend die Liebe meines Lebens.

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Aber wie kommt es dann, dass ich mir keine Suppe vorbereite, mit in die Arbeit nehme und esse, während ich The Way of Kings lese? Die Antwort darauf kommt aus Korea und heißt Nongshim Shin Ramyun.

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Sie sind scharf, sie sind heiß, sie schmecken bestialisch gut und ich muss in der Früh nicht überlegen, was ich mit in die Arbeit nehme. Zubereitung und gemütliche Verspeisung dauern genau 25 min, ideal für die Mittagspause. Danach ist mir warm und wohlig und mein Gesicht schaut aus wie eine mittlere Paradeiser. Und immer wieder denk ich mir, morgen nehm ich Suppe mit, aber dann ist das Verlangen nach Shin Ramyun doch zu groß…

Was sich tut

Einiges, wie meine seltenen Blog Einträge sicher vermuten lassen.

Ich arbeite gerade am zweiten Kilt, gemeinsam mit muziger Hilfe:

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(so sieht übrigens auch mein Arbeitsplatz aus, während ich hefte, schau ich Kochvideos an)

Und wenn ich Zeit und Muse hab, koch ich (meist am Wochenende, falls wir zuhause sind)

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Die Hochzeit ist in drei Wochen schon wieder vorbei und dann gibt es hoffentlich einige Bilder vom Entstehungsprozess des Kleids

Kleider machen

Momentan bin ich ja furchtbar mit meinem Hochzeitskleid beschäftigt, von dem ich keine Bilder poste, da der zukünftige Bräutigam es nicht sehen sollte. Dafür habe ich aber noch Bilder von dem Kleid, das ich mir für die zwei Hochzeiten im letzten Jahr gemacht habe.

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Am Anfang ist da normalerweise ein Probeschnitt. Schnittmuster für solche Kleider mach ich eigentlich alle selber, weil sie sich sehr gut von den Körpermaßen ableiten lassen. Das erste Mal, dass ich das gemacht habe, war übrigens gar kein genähtes Kleid, sondern ein gestricktes. Nachdem ich im Herbst 2005 eine Nierenbeckenentzündung hatte, hielten sich noch lange anschließend Schmerzen im Lendenbereich und ich war sehr empfindlich gegen Zugluft. Daher habe ich mir für die Ballsaison 2006/07 ein Ballkleid aus Kaschmirwolle gestrickt. Das gibt es übrigens noch irgendwo 😀

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Im Anschluss an den Probeschnitt und ein paar Änderungen werden die Schnitteile aus dem „echten“ Stoff zugeschnitten. Das Kleid sollte ein Hybrid zwischen Sommer und Winterkleid werden, deshalb war der Oberstoff Wolle, die Zwischenschicht Seiden-Organza und das Futter Acetat.

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Auf die Zwischenschicht werden die Kanäle für die Stäbchen aufgenäht.

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So viele Stäbchen kommen dann ins Kleid. Hier hab ich sie noch mit Fimo an den Enden abgepickt, mittlerweile mach ich das aber mit Gewebeklebeband, genauer gesagt mit meinem Sport-Tape. Ist einfacher und trägt nicht so viel zusätzliches Volumen auf

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Hier wird noch getestet, ob die Stäbchen passen. Sie waren ein bisschen zu lange in diesem Fall.

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Und so sieht dann das Oberteil vernäht ohne Futter aus.

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Als besonderes Zuckerl hab ich ein Sichtfenster beim Rückenansatz eingefügt. Das ist, genau wie man hier sieht, eine Stecknadelreiche Arbeit aber grad solche Details machen dann halt auch den Charme aus :D.

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So sieht das dann im Endeffekt aus. Hintergrund ist eine Spitze, welche ich für Unterwäsche gekauft hab und bei der mir das organische Muster sehr gut gefällt.

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Dann wird der Mittelteil angefügt.

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Und kurzentschlossen hab ich noch eine kleine Schnürung am oberen Rücken angebracht.

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Und so sieht das Kleid dann aus. Man erkennt sehr gut, bügeln kommt bei mir manchmal nimmer so vor.

 

 

Frisuren, wann wenn nicht jetzt

Meine Schwägerinnen in spe und meine liebe Tanja helfen mir gerade bei Kleid-Ideen und Brautfrisuren. Dass werdende Bräute verschiedene Stile ausprobieren, ist sicher nicht neu. Was mich heute allerdings überfallen hat, war das Bedürfnis, eine etwas andere Frisur auszuprobieren.

Die Idee kam mit der Frage meines Liebsten, ob es nach der Hochzeit wohl das rituelle Haareschneiden gäbe. Dazu als Vorgeschichte: ich trage meine Haare ungern lang. Aber zu einer Hochzeit passt es gut und so hab ich mir den Vorsatz gemacht, die lieben Biester bis zur Hochzeit in die Länge zu züchten. Nur, jedesmal, wenn ich frustriert über die Haarmasse bin, sag ich gerne: nach der Hochzeit, da kommen sie weg!

Wobei ich ja nicht unbedingt zum klassischen Bob tentiere. Wenn recht kurz und wenn nicht, teilweise recht kurz. Wer wie ich niemals ein Glätteisen benützen musste und das Haarvolumen eines Leintuchs hat, kennt vmtl die Problematik dass die Haare einfach aus übertragener Sturheit sich weigern irgendwelche Formen außer gerade und volumenlos anzunehmen. Deshalb mag ich Frisuren die ein bisserl flockiger sind. und gerne geflochten.

Allerdings bin ich ja nimmer im öffentlich unterrichteten Raum, wo alles möglich ist und da ich mittlerweile doch öfters Kundenkontakte hatte, wollte ich sichergehen, dass die Frisur sich auch alltags-tauglich herrichten lässt.

Nach vielen Worten, hier die Bilder:

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Ausgangssituation: ein nach hinten verlängerter Irokese. Ala weiß noch gut, wie furchtbar die zum Aufstellen sind

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Offene Haar klappen, aber es schaut schon recht dünn aus

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Knoten klassisch, quasi unmöglich, über den Ohren gehts, schaut aber eigen aus

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Das ist nur zwischendurch. Und ja, meine Haare hassen mich schon jetzt 😀

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Das ist quasi meine Wunschfrisur. Wer Wheel of Time nicht gelesen hat, sollte das dringend nachholen. Nur die Nägel werd ich mir wohl trotzdem nicht lackieren 😀

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Jep, zufrieden

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Und so lange sind anscheinend meine Deckhaare.

Ob es dann im Endeffekt zum rituellen Haare Schneiden kommt sei offen im Raum gelassen

Suppe, Suppe, Suppe

Nachdem ich zu Weihnachten viel probiert hab, hab ich natürlich meinen Suppenplan auch in der Arbeit in die Tat umgesetzt. Hier in der mir liebsten Szechuaner Version, mit Åschbeehaisla Bohnen.

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Mein Tipp, keine Nudelsuppe am Schreibtisch essen, macht nur Dreck ^^.

Sonst hab ich auch mal eine Thaisuppe ausprobiert, einfach mit roter Currypaste, Kokosmilch, Limettensaft Koriander und Frühlingszwiebeln.

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Orangenhuhn sous vide

Nachdem ich letzte Woche arbeitstechnisch hauptsächlich vor dem PC verbracht habe, hatte ich abends meist nimmer die Muse, noch zu kochen. Allerdings durchaus eine Idee, was ich machen wollte. Nämlich Orangenhuhn mit Speck. Ich bin ja absolut kein Meister in Hendl kochen, wenns geht schnipsle ichs zam und mach ein Pfannengericht, weil die ganzen Teile mir viel zu oft zu trocken werden. Daher hab ich mich entschlossen, das Rezept in ein Sous Vide Rezept mit dieser Grundanleitung umzuwandeln.

Das heißt zuerst einmal Hendlteile auslösen, davon erspar ich euch Bilder. Die Brust mit Knochen und Haut salzen und pfeffern.

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Zusammen mit einer Orangenscheibe in einen Zippbeutel  verpacken und vakuumieren. (Geht gut, wenn man den Beutel vorsichtig in ein Wasserbad gibt und immer weiter versenkt, bis die meiste Luft heraußen ist und anschließend zuzippt.)

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Anschließend in einen Topf mit 66°C heißem Wasser geben. Ich habs 4 °C wärmer gewählt, weil ich den Topf nicht am Herd stehen lassen wollte und der Abkühlung entgegenwirken wollte.

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Anschließend hab ich den Topf in einen mit einem Handtuch ausgelegten Korb gestellt.

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Gut eingepackt.

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Und zwei Stunden ziehen gelassen. Wobei ich zweimal die Temperatur korrigiert hab, indem ich heißes Wasser zugegeben hab.

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Währenddessen hab ich den Speck angebraten und das Fett danach in der Pfanne gelassen.

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Auch Kartöffli hab ich inzwischen geröstet. Vorher allerdings gedünstet, damits ein wenig schneller geht.

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Danach die Brüste aus dem Beutel nehmen und die Knochen entfernen.

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Den gebildeten „Braten“saft in eine Pfanne geben und den Saft einer Orange, ein bissi Honig und ein Schlukerl Verjus hinzugeben. Verjus, weil die Orangen nicht wirklich genug Säure hatten. Nächstes mal nehm ich wohl Blutorangen. Aufköcheln und gut verrühren.

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Inzwischen die Hähnchenbrüste im übrig gebliebenen Fett vom Speck auf der Hautseite liegend herausbraten.

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Möglichst die ganze Haut anbraten, aber nicht mehr. Auch ein paar frische Orangenscheiben hab ich mit angebraten.

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Herausnehmen und die Pfanne mit der Orangensaftmischung ablöschen und ein wenig einkochen.

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Anschließend hat meine Kamera aufgegeben, weil der Akku leer war, deshalb ohne Bild: Die Hähnchenbrüste zurück in die Pfanne, Orangenscheiben dazu, Speck darauf und noch mal kurz unter den Backofengrill.

Schließlich auf einem Teller angerichtet, anbei ein Vogerlsalat. Und unser Tablet macht furchtbare Bilder ^^

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Hat gut geschmeckt, allerdings war mir das Hendl fast eine Spur zu trocken, dh ich werd nächstes Mal wohl eine Temperatur von ca 63 °C wählen.