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China – Station 2, Chengdu

Chengdu, auf die Hauptstadt von Szechuan habe ich mich schon lange gefreut. Warum? Weil ich das Essen dort so unglaublich gern habe (zumindest war das meine Annahme, ausgehend von den Rezepten, an denen ich mich in der Vergangenheit versucht hatte).

In Chengdu angekommen, nach einem durchaus angenehmen Flug. China Air hat nicht nur die besten Filme und durchaus viele davon, auch das Essen war sehr gut.
In diesem Moment hat gerade unser Fahrer sein Auto gesucht.

 Unser dortiges Hotel liegt in der Gold-Straße von Chengdu. Benannt (von mir) nach den ganzen Gold-Geschäften. Also Geschäfte, wo man unglaublichen Gold-Kitsch bekommt. Aber es gab auch Silber-Geschäfte. Und ein paar Straßen weiter lag die Safe-Straße, eine Straße, wo man in allen Geschäften Safes kaufen konnte. Wirkt witzig :-D.

Unsere Straße verlief senkrecht zu dieser. Was mir in Chengdu bezüglich Verkehr aufgefallen ist, dass die Fahrer um einiges vorsichtiger waren, als in Beijing, die Gefahr überfahren zu werden, war deutlich geringer.

Auf dieser Straße gab es auch einige Geschäfte. Für uns vor allem interessant waren die Mini-Supermärkte, wo wir uns mit Wasser und einigen anderen Sachen versorgt haben.

Und hier ein Bild, wie unsere Straße ausgesehen hat.

Angeschlossen an unser Hotel gab es gleich ein Restaurant, welches sehr gut und recht günstig war.
Ich hab gleich mal geröstete grüne Bohnen mit Chili, Szechuanpfeffer und Knoblauch gegessen. Sehr, sehr gut!

Sie hatten aber auch unverfänglichere Speisen, wie hier: Huhn mit Zwiebel, Paprika und Kartoffeln. Hat auch sehr gut geschmeckt.

Aber Lensi musste natürlich gleich einiges ausprobieren. Hier, Schweineohren in Chiliöl. Im Endeffekt hätte ich mir irgendwas mildes dazu bestellen sollen, wie gedünstetes Blattgemüse. Es war eigentlich nicht so scharf, aber sehr, sehr würzig.  Aber alles in einer sehr tollen Qualität.

Mein Frühstück an meinem ersten Morgen in Chengdu. Gebratenes Gemüse, Melone und Tee. Hier hatten sie hauptsächlich chinesisches Frühstück, aber auch Toastbrot, Butter und Marmelade.

Am Nachmittag haben wir uns eine Fruchtplatte bestellt und einen ruhigen Tag eingelegt mit Lesen. Hier nochmals der Größenunterschied zwischen Bierflasche und Glas :).

Dann haben wir noch eine Pizza auf chinesische Art gegessen, der Abwechslung zuliebe. War auch nicht schlecht. Philipp meinte, der Käse war unglaublich fett. Für mich wars genau richtig, auch wenn es mehr ein überbackenes Brot war.

Um uns ein bisschen die Füße zu vertreten, haben wir auf die andere Seite unserer Straße geschaut, wo man direkt in einen Park gehen konnte.

Und Parks sind wirklich sehr schön in China. Überall sind Wasserwege oder Teiche und die Landschaft ist sehr schön bepflanzt.

Am Abend hab ich dann gebratene Entenbrust mit Pilzen gegessen.

Philipp hatte Schweinefleisch mit süß-würziger Soße.

Und ich zum Abschluss noch eine Suppe. War dann eher ein Topf voll Suppe, als eine Portion, aber als Ausgleich zum würzigen Essen, sehr willkommen.

Ausklingend haben wir den Tag am Balkon unsres Hotels lassen, wo wir einen schönen Blick in den Hof bzw. auf das Restaurant des Hotels hatten.

Der zweite Teil von unsrem Aufenthalt in Chengdu bekommt einen extra Eintrag, damit das ganze übersichtlich bleibt.

Backe Backe

Wenn ich einen (fast) ganzen Tag Zeit hab, packe ich gerne. Samstag hab ich Mini-Baguettes und Ciabatta gemacht.

Dafür hab ich erstmal einen Vorteig gemacht. Ein Teig, der die gleiche Zusammensetzung hat, aber noch etwas rasten kann. Der Vorteil des Vorteigs ist zum einen die Menge, die überschaubar und im Kühlschrank handhabbar ist, zum anderen, dass der Germ im restlichen Teig dann noch frisch und motiviert ist, schnell aufzugehen. Aus dem Vorteig hab ich auch gleich Frühstücks-Pita gemacht (oben im Bild).

Für die Ciabatta hab ich dann noch getrocknete Tomaten und Röstzwiebel vorbereitet.

Mehl und Salz einwiegen, Germ ein Packerl auf ein Kilo, sollt mit dem Vorteig langen.

Das ist der bereits zerstückelte Vorteig.

So sieht dann alles zusammen aus.

Und das ganze mit Wasser (67%)

Der Teig wird nur so weit vermengt, dass alle Zutaten grad nass sind, danach wir er nur noch gezogen und gefaltet.

Für die Ciabatta hab ich die getrockneten Tomaten und Röstzwiebel mit etwas Wasser und ein wenig Mehl vermengt. Die Wassermenge sollte insgesamt dann in diesem Teig etwas höher sein. Anschließend werden die Gimmicks (^^) eingefaltet.

So sieht das Ganze ja noch sehr annehmbar aus. Dahinter rastet gerade der Baguette Teig unter einer Schüssel.

Während die Teige rasten, schleife ich die wichtigsten Messer der Küche. Angefangen mit meinem neuen chinesischem Beil, das ich von dem besten Ehemann zu Weihnachten bekommen habe (Danke :*).

Beim nächsten Falten zeigen sich die Röstzwiebel schon an der Oberfläche, wollt ich nicht, ist aber so :/.

Die Tomaten sind da etwas braver.

Und so sieht inzwischen den Baguette Teig aus.

Nach dem letzten Falten ist er schon sehr ansehlich und wird nach einer kurzen Pause weiterbearbeitet.

Zu (eher) quatratischen Teiglingen, die anschließend gefalten und gerollt werden.

Die Ciabatta werden ebenfalls gefalten.

Und sehen nach  dem Backen so aus.

Und die Baguettes so. Das Zusammengestauchte kommt daher, dass ich sie zulang gemacht hab und deshalb zusammenstauchen musste, damit sie auf den Backstein passen.

Und hier noch ich, wie ich Zwiebel für die Röstzwiebeln geschnitten habe :D.

 

Laaaaider hatte meine Kamera keinen Akku mehr, als ich die Baguettes geformt hab und die warten dann leider nicht :(.

Dafür hab ich das Rezept für Baguettes für euch (ist jetzt nicht viel dahinter :D)

100% Mehl mit hohem Ausmahlungsgrad (ich nehm dafür das Pizzamehl der Rössl-Mühle)
67% Wasser
2% Salz
1 Pk Trockengerm auf 1 kg Mehl

Bei meiner Menge waren das dann:
1 kg Mehl
670 g Wasser
20 g Salz
1 Pk Trockengerm

Außerdem kann es sein, dass ihr tausende Bilder in diesem Beitrag seht, nachdem ich abartige Probleme damit hatte, Bilder in den Beitrag einzufügen. Ich denke, ich muss in Zukunft wohl kleinere Formate wählen. Wenn das so ist, sagt mir bitte Bescheid.

Die Liebe meines Lebens und warum ich sie so oft betrüge

Wenn es eines gibt, dass mir beinahe grenzenlose Freude machen kann, so ist das Essen. Gutes Essen! Vor allem wenn ich sehr hungrig bin und gut gelaunt. Denn wenn ich schlecht aufgelegt bin, hab ich generell selten Hunger.

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Ich esse gern in Gesellschaft, in letzter Zeit auch gern in Gesellschaft meines Kindles und Büchern von Brandon Sanderson. Und weil es draußen ghaaalt und grauselig ist, gibt es für mich nichts besseres als Suppe.

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Mein Vater sagt, mein Lieblingsessen als Kind war Nockerlsuppe. Als Kleinkind ging ich jeden Tag zu unserer Nachbarin, um zu Mittag Suppe zu essen, weil sie noch den Essensplan Suppe-Hauptspeise-Nachspeise verfolgte. Danach gabs dann zuhause Mittagessen.k049

Auch heute noch ist eine gute Rindsuppe, eine sehr scharfe Gulaschsuppe, eine Tomatencremesuppe mit Schlag oder eine meiner selbst zusammengebrauten asiatischen Nudelsuppen das liebste, was ich essen kann. Suppe ist anscheinend die Liebe meines Lebens.

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Aber wie kommt es dann, dass ich mir keine Suppe vorbereite, mit in die Arbeit nehme und esse, während ich The Way of Kings lese? Die Antwort darauf kommt aus Korea und heißt Nongshim Shin Ramyun.

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Sie sind scharf, sie sind heiß, sie schmecken bestialisch gut und ich muss in der Früh nicht überlegen, was ich mit in die Arbeit nehme. Zubereitung und gemütliche Verspeisung dauern genau 25 min, ideal für die Mittagspause. Danach ist mir warm und wohlig und mein Gesicht schaut aus wie eine mittlere Paradeiser. Und immer wieder denk ich mir, morgen nehm ich Suppe mit, aber dann ist das Verlangen nach Shin Ramyun doch zu groß…

Was sich tut

Einiges, wie meine seltenen Blog Einträge sicher vermuten lassen.

Ich arbeite gerade am zweiten Kilt, gemeinsam mit muziger Hilfe:

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(so sieht übrigens auch mein Arbeitsplatz aus, während ich hefte, schau ich Kochvideos an)

Und wenn ich Zeit und Muse hab, koch ich (meist am Wochenende, falls wir zuhause sind)

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Die Hochzeit ist in drei Wochen schon wieder vorbei und dann gibt es hoffentlich einige Bilder vom Entstehungsprozess des Kleids

Suppe, Suppe, Suppe

Nachdem ich zu Weihnachten viel probiert hab, hab ich natürlich meinen Suppenplan auch in der Arbeit in die Tat umgesetzt. Hier in der mir liebsten Szechuaner Version, mit Åschbeehaisla Bohnen.

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Mein Tipp, keine Nudelsuppe am Schreibtisch essen, macht nur Dreck ^^.

Sonst hab ich auch mal eine Thaisuppe ausprobiert, einfach mit roter Currypaste, Kokosmilch, Limettensaft Koriander und Frühlingszwiebeln.

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Orangenhuhn sous vide

Nachdem ich letzte Woche arbeitstechnisch hauptsächlich vor dem PC verbracht habe, hatte ich abends meist nimmer die Muse, noch zu kochen. Allerdings durchaus eine Idee, was ich machen wollte. Nämlich Orangenhuhn mit Speck. Ich bin ja absolut kein Meister in Hendl kochen, wenns geht schnipsle ichs zam und mach ein Pfannengericht, weil die ganzen Teile mir viel zu oft zu trocken werden. Daher hab ich mich entschlossen, das Rezept in ein Sous Vide Rezept mit dieser Grundanleitung umzuwandeln.

Das heißt zuerst einmal Hendlteile auslösen, davon erspar ich euch Bilder. Die Brust mit Knochen und Haut salzen und pfeffern.

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Zusammen mit einer Orangenscheibe in einen Zippbeutel  verpacken und vakuumieren. (Geht gut, wenn man den Beutel vorsichtig in ein Wasserbad gibt und immer weiter versenkt, bis die meiste Luft heraußen ist und anschließend zuzippt.)

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Anschließend in einen Topf mit 66°C heißem Wasser geben. Ich habs 4 °C wärmer gewählt, weil ich den Topf nicht am Herd stehen lassen wollte und der Abkühlung entgegenwirken wollte.

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Anschließend hab ich den Topf in einen mit einem Handtuch ausgelegten Korb gestellt.

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Gut eingepackt.

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Und zwei Stunden ziehen gelassen. Wobei ich zweimal die Temperatur korrigiert hab, indem ich heißes Wasser zugegeben hab.

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Währenddessen hab ich den Speck angebraten und das Fett danach in der Pfanne gelassen.

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Auch Kartöffli hab ich inzwischen geröstet. Vorher allerdings gedünstet, damits ein wenig schneller geht.

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Danach die Brüste aus dem Beutel nehmen und die Knochen entfernen.

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Den gebildeten „Braten“saft in eine Pfanne geben und den Saft einer Orange, ein bissi Honig und ein Schlukerl Verjus hinzugeben. Verjus, weil die Orangen nicht wirklich genug Säure hatten. Nächstes mal nehm ich wohl Blutorangen. Aufköcheln und gut verrühren.

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Inzwischen die Hähnchenbrüste im übrig gebliebenen Fett vom Speck auf der Hautseite liegend herausbraten.

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Möglichst die ganze Haut anbraten, aber nicht mehr. Auch ein paar frische Orangenscheiben hab ich mit angebraten.

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Herausnehmen und die Pfanne mit der Orangensaftmischung ablöschen und ein wenig einkochen.

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Anschließend hat meine Kamera aufgegeben, weil der Akku leer war, deshalb ohne Bild: Die Hähnchenbrüste zurück in die Pfanne, Orangenscheiben dazu, Speck darauf und noch mal kurz unter den Backofengrill.

Schließlich auf einem Teller angerichtet, anbei ein Vogerlsalat. Und unser Tablet macht furchtbare Bilder ^^

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Hat gut geschmeckt, allerdings war mir das Hendl fast eine Spur zu trocken, dh ich werd nächstes Mal wohl eine Temperatur von ca 63 °C wählen.

Kochbücher zu verschenken

Kann man jemals zu viele Kochbücher haben? Ich glaube nicht, andere Menschen glauben schon, deshalb wird es mal wieder Zeit einige davon anzubringen 😀

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Wer etwas davon haben möchte, einfach ein Kommentar schreiben (bitte mit gültiger E-Mail Adresse, damit ich mich melden kann)

Misosuppe und Muzischnutzis

Weil Faulheit auch einen Namen hat, bin ich noch immer daheim. Weil es Donnerstag aber zurückgeht, bin ich gerade am Austesten von ein paar Ideen um mir das Mittagessen in der Arbeit angenehmer zu machen.

Ich mag nicht kalt und wenn mir kalt ist, mag ich  Suppe. Weil ich auch nicht raus gehn mag, wenn es kalt ist, hat das im Dezember zu öfters mal Instant-Ramen geführt. Das sind diese asiatischen Nudelsuppen, die man nur mit heißem Wasser übergießen muss. Nun haben die zum einen nicht die besten Inhaltsstoffe, zum anderen riechen sie teilweise auch sehr penetrant. Weswegen ich absolut entzückt war, als ich von The Food Lab die selbstgemachte Version sah: The Food Lab: Make Your Own Just-Add-Hot-Water Instant Noodles (and Make Your Coworkers Jealous)

Fertigsuppenkonzentrat find ich nicht so tolle, weswegen ich die Feiertage und die preislich stark reduzierten Geflügelteile nach den Feiertagen genutzt habe und massig Hühnerfond gekocht hab. Den dann eingeengt auf ein Zehntel des Volumens und in Eiswürfelbehältern eingefroren.

Heute hab ich dann Misosuppe ausprobiert:K059

Ziemlich easy, Misopaste, ein Würfel Suppe, bissi Sojasauce, geriebener Ingwer, eingeweichte Algen und Pilze. Und natürlich Reisnudeln, die ich auch vorher eingeweicht hab. Um die Theorie zu testen, hab ich das ganze ein bissi stehen lassen im Schüsserl, bis alles Raumtemperatur hatte und dann mit kochendem Wasser aufgegossen. Nachgewürzt wurde mit Sojasauce, die ich auch in der Arbeit habe. Hat super geschmeckt, die Nudeln ham eine gute Konsistenz bekommen, nicht zu weich und damit ist die schon mal auf der Liste.

Muzis sind momentan eher zurückhaltend und ruhig:

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Vermutlich haben wir sie überkuschelt.

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Und der Schnitzi ist schnitzig wie immer ^^