Palerbsen und (späte) Frühlingssalate

Ich bin ja momentan furchtbar und näh fast gar nichts. Das Wetter ist schön und die Zeit, die bleibt, wird dann für Gartenarbeit verwendet. Gestern sind vier Pflanzerl aus Graz bei uns eingewandert, zwei Palerbsen und zwei Stachelgurken, die ich von der wunderbaren Quelle Verena+Gigi habe, die momentan ihre Grazer Stadtwohnung in einen mini Gemüsebauernhof verwandeln.

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Heute war dann ein wundervoller Moment gekommen, der erste Salat vom eigenen Blumensteigl war teils beerntbar. Daraus ist dann ein sehr dekadenter Salat mit Brotwürferln, Ei, Sojasauce, Zitronensaft und vietnamesischem Koriander entstanden. Ich bin ganz wild auf solche Mischungen von bitter, sauer, süß, salzig und eidottrig ^^

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Ein Wochenende voll Sonne

Gestern sind wir zwei Wuze mit meinen ehemaligen Arbeitskollegen auf einem Ausflug incl. Herberstein gewesen. Gesehen wurden allerlei Tiere, mein Kamera Akku ist schlussendlich bei einem sehr fotogenem Pfau ausgegangen.

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Wir waren uns nicht sicher, ob dieser Affe wirklich aus seinem Reich ausbrechen durfte. Aber gefürchtet hat er sich vor uns jedenfalls nicht wirklich.

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Und Lamas, gibt es etwas besseres? Ich glaube nicht!

Danach haben wir den Stubenbergsee angeschaut, den ich noch gar nicht kannte und wunderbar beim Landgasthof Riegerbauer gegessen. Njam!

Und heute haben wir dann beim Garten weiter gemacht, und so sieht er momentan aus:

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Leider nur per Handy Kamera, da meine ja keinen Akku mehr hatte. Eine Versuchsschnecke für den Zaun haben wir im Burgenland nicht gefunden, dafür hätts in Bruck in meinem Frühbeet um die 30 gegeben. Brrrr…

Kochbuchmontag – The Art of Fermention

Schon von so vielen vorgeschlagen, hat es mich überkommen und ganz in Besitz genommen. The Art of Fermention von Sandor Ellix Katz, erhältlich zB hier, ist ein Buch, das weniger Kochbuch dient als Nachschlagewerk zu allem, was küchentechnisch fermentiert werden kann. Und da gibt es tatsächlich einiges.

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Gekauft hab ich es mit dem Hintergedanken, im Sommer Chilis mit Milchsäuregärung einzulegen, da ich ja keinen Essig mag. Aber das Buch bietet viel mehr und ist sehr ansteckend, mittlerweile blubbert schon ein Ginger Bug für eigenes Ingwer Bier auf meinem Fensterbrettl, in strenger Konkurrenz zu allen möglichen Setzlingen und ich hab mit folgendem Punkt endlich gewusst, warum Sauerteig in meiner Küche bisher nur für den Zweck des Fernhaltens diente.

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Auch wenn manchmal mein kloines Chemiker-Herzal nicht ganz zufrieden is mit Formulierungen und ich aus ähnlichen Gründen nicht alle Versuche nachmachen würde (Stärkebier hatte ich schon mal, brrr), ist es wirklich sehr empfehlenswert.

Werde Pate im MILPA

Vom Milpa Projekt hab ich ja schon erzählt. Nun ist es so, wir haben laut vorbereiteten Gartenplan noch Plätze für Kürbisgewächse aber leider nicht grenzenlos Kürbishunger. Wer also mag, darf Pflanzenpate werden und wenn alles gut geht, bekommt er im Herbst entweder Zucchine, Patisson (die vmtl früher) oder Kürbisse, wobei man sich die Kürbissorte noch aussuchen könnte, da hab ich noch kein Saatgut, ich bin eher Zucchini Tiger.

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Diese Sache mit dem Popsch

Manchmal denk ich mir ja, manche Leute sind in einer anderen Welt als ich. Wenn es Politiker wie der momentanen Twitter-König Marcus Franz sind, mir sonst eher unbekannt, TS Wählern hoffentlich nicht, macht es mir schon ernsthaft Sorgen.

Zum einen frage ich mich in so einer Situation, ob der Mensch einen sitzen hat, das kann doch nicht sein Ernst sein und zum anderen, woher die Leutz ihre Vorstellungen bekommen.

Zu Erstem, ich persönlich kann mich beim besten Willen nicht in eine Situation hineinversetzen, wo so eine Aussage herauskommt. Vielleicht ist da mein sehr pragmatisch tolerantes Elternhaus schuld, was mich gegen Diskriminierung jeder Art erzogen hat, vielleicht meine einfache Vorstellung, dass Frauen doch gleichberechtigt zu Männern sind. Jedenfalls in Österreich. Und gerade die Politiker, die gerade auf dieser Welle „Fürs Popsch-Grabschen“ schwimmen, sind doch dafür, dass wir (!WIR!) Österreicher bleiben, ohne kulturellen Einfluss von vor allem Staaten, wo Frauen schlechter gestellt sind. Muss Zufall sein, vielleicht haben sie einfach einmal Globus-dreh-dich gespielt und so ihr Feindbild definiert.

Zum Zweiten, vielleicht können sie es nicht nachvollziehen. Vielleicht werden solche Männer einfach auf der Straße nicht blöd angesprochen mit sexuellem Motiv, geschweige denn tätlich belästigt. Vielleicht können Sie sich wirklich einfach nicht vorstellen wie das ist. Vielleicht würd es ihnen leichter fallen, wenn sie sich vorstellen, dass es sich um ihr Kind handelt, dem das passiert. Bei manchen Menschen hilft das. Oder sie leben wirklich in einer Welt, wo sie glauben, wenn sie an bestimmten Stellen angegriffen werden, ist das schmeichelnd. Vielleicht wär es anders, wenn sie plötzlich dort angegriffen werden, wo sie es nicht so toll finden, es gibt viele Stellen des Körpers, die nicht gesetzlich geschützt sind, Glatzen zum Beispiel. Und nur weil der Mann sich ein wenig dafür geniert, heißt das ja nicht, dass ich sie nicht super toll finde und ihm das mit plumpen Streichelein zeigen will, bevor ich mich noch vorstelle. Solche Sachen führen sicher zu vielen Hochzeiten!

Ja, ich weiß es wirklich nicht. Glücklicherweise kenn ich niemanden in meinem Freundeskreis oder Bekanntenkreis dem ich solches Verhalten ansatzweise zutraue. Auf jeden Fall hat Robert Misik eine Erklärung zum Thema, die nicht unlogisch klingt. Wenn ich erwachsen bin, will ich ein Robert Misik werden.

Und sonst? Kann ich nur Better off Ted S02E05 zu dem Thema empfehlen 🙂

Wieder Daheim

Nach einem Osterwochenende ab von allem, was uns stressen sollte, sind die Muzorln und wir wieder zuhause. Die Muzorln genießen es so richtig und schlafen erst mal ordentlich.

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Aber auch ich bin froh, wieder in gewohnter Umgebung zu sein und meinen Pflanzenbabys beim Wachsen (bzw vereinzelt beim vegetieren) zusehen zu dürfen.

Im Übrigen haben wir eine sehr freche Patisson-Jungpflanze in der Familie. Die gräbt einfach den Chilis die Sonne ab.

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Nette Effekte aber böse Patisson! Diese Bissspuren sind übrigens von unserem größten und flauschigsten Schädling, der gemeinen Fellmuz.

Und vegetieren tut momentan der Mais, wobei mir der Gegs da gerade hilft. Ich hab nämlich nicht nur einen Bilologe-Vater, sondern auch einen Bruder mit Matura in Bilologie! Wenn ich zu einem Schluss gekommen bin, wie man ihn am besten vorzieht, schreib ich drüber was, daweil weiß ich nur, wie es nicht geht ^^