Kein gutes Bauchgefühl

Fruktose Intoleranz – Sie und ich hatten uns mittlerweile eigentlich nicht so schlecht arrangiert bis es zu gestern Nacht kam. Ich weiß nicht genau durch was es ausgelöst wurde aber gegen Mitternacht überraschten mich Koliken und Magenschmerzen, die in diesem Ausmaß schon seit Jahren nimmer zu Besuch war. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die mir damals in solchen Situationen geholfen haben. Denn damals wusste ich noch nicht, von was die Schmerzen ausgelöst werden und so etwas kann einen schirr verrückt machen.

Mittlerweile bin ich seit 4 Jahren im Besitz einer Diagnose und damit hat sich viel verändert. In meiner Familie ist Zöliakie verbreitet, daher wusste ich schon lange, dass eine Laktose Intoleranz bei mir möglich ist, da diese beiden Nahrungsmittelunverträglichkeiten nah beieinander liegen. Tatsächlich stellte sich teilweise auch Besserung ein, wenn ich auf Milchprodukte verzichtet habe. Aber ganz gut wurde es dann doch nie. Mein behandelnder Internist hat mir schließlich erklärt, dass mein Darm von der Fruktose Intoleranz so erschöpft war, dass gegen Ende auch Milchzucker eine zu große Belastung darstellte. Der Diagnose folgend hielt ich eine sehr strenge Diät, welche hauptsächliche aus gut verträglichen Kohlenhydraten, Eiern und Fleisch bestand. Die Diätassistentin meinte damals, alles bei dem man normalerweise sagt, es ist zu ungesund. Für 6 Wochen hielt ich mich daran und vermisste Gemüse von ganzem Herzen. Danach begann das Herumprobieren. Und da sich Leute vielleicht in ähnlichen Situationen befinden, hier meine Ergebnisse. Wobei es angeraten ist, vorsichtig zu sein, Fruktose Intoleranz ist bei vielen Menschen sehr verschieden.

Ich hab nie besonders viel Obst gegessen, wenn unreif, und esse seit langer Zeit kaum noch Süßigkeiten. Diese sind auch relevant, da Haushaltzucker ebenfalls Fruktose enthält. Daher dachte ich zuerst, dass ich anscheinen so empfindlich bin, dass ich selbst die kleinen Mengen aus Gemüse nicht vertrage. Dem ist jedoch nicht so. Mir wurden vor allem die versteckten Fruktosedepots zum Verhängnis:

Fertigprodukte:
Fruktose wird teils als Geschmacksverstärker z.B.  in Wurstware eingesetzt

Zuckeraustauschstoffe:
So wird zum Beispiel Sorbit  im Körper in Fruktose umgewandelt.

Soja:
Sojaprodukte enthalten Ballaststoffe, welche ebenfalls im Körper zu Fruktose herunter gebrochen werden. Werden Sojaprodukte vergoren, wie es in Asien sehr gebräuchlich ist, werden diese Ballaststoffe abgebaut

Dies sind auch die einzigen Sachen, die ich vollständig in meiner Ernährung meide, wobei ich vergorene Sojaprodukte durchaus verwende. Huhn mit Sojasauce und Reis ist zum Beispiel mein Notfallgericht.

Außerdem vertrage ich von folgenden Nahrungs/Genussmitteln keine großen Mengen:
Fruchtsäfte, Kraut, Zwiebel, Äpfel, Kirschen (seufz), Rotwein, Bier (an Schnaps wurde ich wohl schon früh genug gewöhnt), Süßspeisen, Tees abgesehen von Schwarz- und Grüntee

Alles in Allem ist es also nicht tragisch. Nur wissen muss man es! Also wenn jemand auffällt, dass er anscheinend willkürliche Verdauungsprobleme hat oder Druck im Brustkorbbereich, einen Fruktosetest kann ich sehr empfehlen.

Und für alle, die seit längerem Verdauungsbeschwerden haben, Serotonin wird großteils im Darm gespeichert und wenn einem psychische Probleme plagen, lohnt es sich mit einem Psychiater über den Zusammenhang mit der Fruktose Intoleranz zu sprechen.

Und was war es bei mir gestern? Nun ja, vermutlich hätt ich mir nicht einen Löffel Chili Öl in den Käsetoast reinkippen sollen. Das war dann übrigens auch dafür verantwortlich, dass ich zusätzlich Magenschmerzen hatte ^^

Wo ist die Sonne?

Ich bin ja immer ein Menschen, der die Sonne gerne dazu zwingen möchte, hier zu sein und sich keine Wolken vor der Nase rumtanzen zu lassen. Leider hilft das nicht, es bleibt grau im Mur/Mürztal. Das gefällt nicht nur mir nicht, auch meine Pflanzen finden’s weniger tolle. Unsere Wohnung ist nämlich relativ feucht und gerade zu dieser Zeit, wo es draußen nimmer so kalt ist, heizt die Zentralheizung nicht mehr gut. Und damit wird es in der Wohnung eher kühl und feucht. Und gerade meine kleinen Chili-leins mögen das gar nicht. Die trocknen gerne richtig aus, bevor sie wieder gegossen werden. Deshalb verbringen sie momentan abwechselnd Zeit auf der Heizmatte.

Und meinem Lieblingsmensch ist das Wetter auch nicht so geheuer, der hat sich heuer zum zweiten Mal eine Grippe eingefangen. Und dieses mal mit wirklich hohem Fieber und keiner Kraft irgendwas zu tun. Weswegen Inspektor Ronja, Krankenschwester Schnitzi und ich momentan im Betreuungsakkord arbeiten. Aber damit uns nicht ganz so trist ist, ein paar Bilder von schöneren Tagen, von unserem Garten hier:

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Hier bei der Wohnung wird das Mistbeet zum Anziehen verwendet

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Wir sind mutig und versuchen dieses Jahr schon sehr früh Tomaten rauszugeben. Mit doppeltem Schutz. Die Plastikflaschen sind eine Idee von Philipp.

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Bis jetzt scheint es zu funktionieren 😀

 

Pflanzen Babes

Nachdem im Mai ausgepflanzt werden soll, werden jetzt bei uns eifrig Pflanzerln vorgezogen. Mais ist bis jetzt immer noch für die Katz gwesen, aber den Rest lassen sie eigentlich in Ruhe. Und wie mein Liebster ganz richtig sagt, langsam wird es richtig grün in der Wohnung:

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Chilis

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Paradeiser/Tomaten

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Mais (wieder mal von Anfang an)

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Zucchini und Patisson

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Chilis und TomatillosG009

Reste von Melonen, Zucchini, Chilis und Salat. Ka, ob der was wird

Brautkleid – es geht weiter

Ich weiß, ich hab mir gut Zeit gelassen. Aber da die Hochzeit noch ein wenig ab ist und ich auch genug andere Sachen zu machen wusste, hab ich erst heute wieder einmal beim Probe-Kleid weiter gemacht. N060

Viel war Raffen, Falten legen und an die Markierungen anpassen. War durchaus mühsam.

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So ganz zufrieden bin ich auch noch nicht, ich weiß nicht, ob ich hinten diese Falten haben möchte, irgendwie schaut das recht massig aus. Und irgendwie haben sich die Hinterteile auch ein wenig verzogen. Vorne gefällt’s mir aber so weit.

Schneidern soll nicht technisch sein?

Vor kurzem hab ich die Meinung gehört, dass man in meinem Fall Schneidern nicht als Hobby angeben soll, da es zu weiblich und dadurch zu wenig Technik-affin ist. Das hat mich recht irritiert und auch geärgert. Ich mag zum einen nicht diese Unterteilung in weibliche und männliche Beschäftigungen (wo auch immer) und finde zum anderen, dass Schneidern sehr techisch ist. Und dazu möchte ich euch ein kurzes Beispiel zeigen:

Meine meisten Schnitte zeichne ich selbst und weil ich ohnehin gerne mit Vektorprogrammen arbeite, mach ich die meistens am PC. Das fängt damit an, dass ich zuerst einen Grundschnitt zeichne und davon ausgehend meine gewünschte Form heraus zeichne (in diesem Fall ist es das Korsettoberteil eines Kleides)

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Wenn ich den Schnitt soweit habe, druck ich ihn meist aus und schneide danach zu. Nun hab ich aber seit kurzem einen Schneideplotter und wollte bei kleineren Stücken ausprobieren, ob ich damit auch Stoff zuschneiden kann.

Deshalb hab ich das ganze mit einer gewissen Nahtzugabe versehen und exportiert.

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In der Software des Plotters sieht das dann so aus:

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Weil er ja kein Riese ist, muss jeder Teil extra ausgeschnitten werden und der Mittelteil sogar geteilt. Nun ja, zum Probieren ises nicht so tragisch.

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Stoff wird auf die Klebematte aufgelegt

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Und das Ausschneiden funktioniert auch wirklich gut. Nur leider nur dort, wo der Stoff wirklich haftet. Der untere Schnitt war zu weit unten und man sieht, da hat der Stoff sich während dem Schnitt verschoben.

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Im Endeffekt bin ich aber wirklich sehr zufrieden gewesen. Gut geschnitten und abgesehen vom Vorbereiten in der Software geht es auch wirklich sehr schnell.

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Uns so sieht das ganze dann zusammengenäht aus. Es ist nur ein Probeteil, aber wenn es mir weiter gut gefällt, sieht man in Zukunft vielleicht mehr vom Kleid entstehen 😀

Es ist…

…ein Schneckenzaun. Man sieht, im Burgenland ist es schon einigermaßen grün. Sonne haben wir leider keine bekommen 🙁

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Schlussendlich haben wir uns für eine Holzeinfassung des Beets entschlossen, an der entlang wir zwei Metallbänder angebracht haben, an welchen die zwei Pole von einer Gleichstromquelle angeschlossen sind. Viele machen’s mit 9 V Batterien, wir mit einem alten PC Netzteil. Versucht jetzt eine Schnecke drüber zu robben, sollt es sie, der Theorie nach, gut bruzeln. Wir sind gespannt 😀

Hier noch die beiden Heinzelmänner in Aktion:

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Immer fröhlich, ein Wahnsinn! (Obwohl das Frühbeet nochmals umgebaut werden musste).

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An der Stelle war ich schon sehr fertig und der Zaun zum Glück auch. Mein Glück ist ja ein wunderbarster Verlobter, der noch ein bis zwei Stunden an Arbeit hineingesteckt hat, nachdem ich schon beim Kachelofen gesessen bin. Und so sind die Vorbereitungsarbeiten tatsächlich an diesem Wochenende fertig geworden.

Garten macht Arbeit

Letztes Wochenende haben wir Wunderwuzis weiter am Garten herumgebastelt. Und leider hat uns der Schneckenzaun sehr endtäuscht, weswegen wir vorerst nur das Frühbeet aufgestellt haben. Dieses ist mit Doppelsteghohlkammerplatten abgedeckt und selbst gemacht von meinem Vater und mir. Es fehlen noch die automatischen Öffner, damit es verwendbar ist und natürlich auch noch die Bewässerung. Weil wir ja nur am Wochenende nach dem Garten schaun können.

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Das zweite Frühbeet stelle ich bei uns vor der Terrasse auf um die kloinen Pflanzerl vorzuziehen. Ich könnt’s auch im Wohnzimmer aufstellen, damit der Ronja der Pflanzenzugang verwehrt bleibt. Diese hat mir nämlich !alle! Maispflanzerln abgeknabbert. Vielleicht ist das Problem nur ein sprachliches Missverständniss, ich war auf jeden Fall ein bisserl gekränkt und traurig. Zum Glück geht sie die Chilis nicht an, die brauchen nämlich deutlich länger um was zu werden.

Und um auf den Titel einzugehen – der Garten macht jetzt schon viel Arbeit, was wird dieses Jahr nur aus uns werden!

Milpa, ein Versuch

Dieses Jahr habe ich die Möglichkeit bekommen, den Garten meiner Schwiegereltern zu bewirtschaften. Dieser liegt im sonnigen Burgenland (welches zumindest im Sommer fleißig sonnig ist) direkt neben einem sehr Schnecken-reichen Gewässer. Um die Schnecken zu bekämpfen, bastelt mein Verlobter gerade an dem ultimativen Schneckenzaun. Und sollte der unsere Erwartungen erfüllen, möchte ich ein Milpa anlegen.

Beim Milpa handelt es sich um eine mayanische Art der Landwirtschaft mit dem Ziel möglichst effizient Fläche zu nutzen. Dabei wird zuerst Mais angepflanzt. Anschließend werden Bohnen direkt neben dem Mais angepflanz bzw. ausgesät und auf Zwischenplätzen Kürbispflänzchen gesetzt. Nun mag ich nicht unbedingt Kürbis, weswegen ich eher an Melonen und Zucchini denke. Aber den Rest möchte ich laut vereinzelnd vorfindbarer Anleitungen machen.

Momentan wachsen schon meine Probe-Maispflanzerln und einige andere Setzlinge:

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Ronja hat mir zwar schon zwei Maispflanzen abgeknabbert, aber sonst funktioniert alles ganz gut. Nur die blöden Koriander-ähnlichen Pflanzen gehn nicht auf. Die ich extra deshalb probiere, weil ich mit Koriander nie Glück hab. Dafür jede Menge Chilis verschiedenen Schärfegrades. Falls da jemand Pflanzen haben möchte, einfach melden :).

Am Wochenende waren wir dann bei Schritt Eins von Richt-den-Garten-her. Verbunden mit Umstechen und unglaublich viel Entwurzelung von wilden Brombeeren. Samstags war ich dann so müd, dass ich beim kurzen Augen-Schließen gleich eingeschlafen bin.

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Die Bretter im Vordergrund sind Teile eines Mistbeets, das ich mit meinem Vater zusammen gebaut habe.
Nächste Woche sollte wir hoffentlich alles so fertig haben, dass das Mistbeet für Salat und Co steht und der Garten Schnecken-Frei gehalten werden kann.