Hail to the Vienna

Gestern und heute waren wir zwei Schnutzenmuzen bei unsren Lieben in Wien. Und haben dort nicht nur einen sehr netten Pubabend verbracht, sondern auch die Kleingeldprinzessin wieder mal gesehen (das letzte mal ist, denk ich, bald 10 Jahre her).

Als Pub war, wie schon so oft, das Johnnys am Zug

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Da werde ich schon sehr sentimental und hoffe darauf, dass mein nächster Job mich nach Wien bringt.  Mit dabei waren neben Philipp noch Ray, Sabsi und Thomas.

Bei der Kleingeldprinzessin haben wir danach im Wiener Stadtsaal entdeckt, was Rudi in seiner Freizeit macht

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Macht er allerdings sehr gut, vor allem das mit der Schreibmaschine!

Und sonst wars nett, irgendwie ist meiner Meinung nach die Prinzessin selbst nur manchmal ein bisschen zu sehr von der Musik verschluckt worden.

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Und ich glaub, in echt, waren da nur Bobos (das Wort haben mir Julia und Verena gelernt und ich bin sicher dass es mit einem kleinen Schweizer in direkter Verbindung steht) und wir.

Und damit dieser Blogpost nicht ganz an allem und jedem vorbeigeht, ein paar Bilder zu Ronjas Vorliebe für Stoff. Leider in mieser Handy Qualität:

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Nur mal gucken, ob alles arrangiert ist

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Schaut gut aus, hetz mal schlaforn

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Und diese Decke? Ist die wirklich zum auf einen drauf legen, so eine Eigenheit!

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Lieber wieder zurück zu meiner Decke.

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Diese Decke ist für die Ramsau? Ich glaube nicht!

Wie ändere ich einen Schnitt auf eine andere Größe und Muzzzzziiiiii

So meine Lieben, nur ganz kurz und dafür mit vielen Bilder.

Vorgestern habe ich ja an dem Bademantel gearbeitet. An sich kein schwerer Schnitt, aber ich hab dennoch eine Zeit dafür gebraucht. Ich habe nämlich den Schnitt, der für 12-36 Monate alte Kinder ist, erweitert auf 4 bzw 6 Jahre alte Kinder.

Eine kurze Zusammenfassung:

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Zuerst werden zwei vorhandene Schnittgrößen aus dem Schnittbogen gepaust. Diese Arbeit ist nicht unbedingt die, die ich am liebsten habe. Vor allem nicht, wenn die Linien kaum zum voneinanderkennen sind. Ich nehm für sowas übrigens Malerabdeckfolie, die von Tesa ist gut (meiner Meinung nach) und stinkt nicht so sehr nach Plastik, wie es andre tun.

 

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Anschließend werden die Schnitteile ausgeschnitten und mit einander verglichen. Grün: kleinerer Teil für 12-24 Monate alte Kinder, Rot: größerer Teil für 24-36 Monate alte Kinder

 

 

 

 

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Hier sieht man die Maßtabelle des Buches und von mir hinzugefiezelt die Maße für Kinder mit 4 u 6 Jahren nach Konfektionsgrößen (sollte passen, nachdem die Maße des Buches auch mit Konfektionsgrößen des jeweiligen Alters übereinstimmen)

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Nun kommt der Teil, der kniffliger ist als das Abpausen und den ich dennoch lieber hab. Vielleicht weil einem nicht so oft Muze dazwischenhupfen: Ich messe die Differenzen der beiden abgepausten Schnittteile und rechne mir mit den Maßtabellen Quotienten aus. Diese multipliziere ich mit den Maßen von 4 und 6 Jährigen und füge sie an die Stelle, wo ich die Differenzen bei den gepausten Teilen gemessen habe. Wie man sieht, hab ich das bei den vier Hauptteilen gemacht, und nur an ein paar Stellen. Den Rest hab ich eher großzügig angeglichen, es ist ja doch nicht Kinds erstes trägerloses Ballkleid.

Das war dann Dienstag. Mittwoch waren wir unterwegs und heute hab ich gekocht

 

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Schweinemedaillons mit Pfefferrahmsauce (ganz und gar selbstgemacht und die ist gelungen!), Broccoli (zerkocht, ich schäm mich richtig) und Schupfnudeln (gekauft, C&C Pfeiffer, kann ich empfehlen)

Und dann hab ich nur noch geschwind bei meinen Blazerärmeln Briefecken gebastelt:

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Ich glaub es sind echte, aber bin mir nicht ganz sicher.

Und ich fürchte das wars jetzt auch mal bis frühestens Sonntag, denn die nächsten Tage sind auch schon verplant. Zum Beispiel mit den Lieblings-Sabs-Toms und der Kleingeldprinzessin

 

Uh, fast vergessen: Muuuuuzzzziiiisss:

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Kinderbademantel

Wie versprochen hier noch zwei Bilder von dem kleinen Bademantel, den ich heut gemacht hab:

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Den Frottee hab ich von Vossen als Restabschnitte bekommen, für Kinderbademäntel gerade richtig :D. Und damit es noch ein bissi weicher ist, sind die Ränder mit Eisbärfleece verstärkt.

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Und natürlich hab ich heute auch  das Entenschmalz von gestern probiert:

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Sehr, sehr lecker, auch wenns einem bei Raumtemperatur davonrinnt.

 

Weil Kinder nicht ins Krankenhaus gehören

Gestern waren die Muze ja sehr aktiv, zur Freude aller, heute haben sie dann fast nur geschlafen:

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Und mich daher auch nicht beim Essen gestört, denn auf so etwas gehn sie normal recht gerne los:

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Es gab selbstgemachtes Zwiebelbrot (gebacken mit dem Brotbackautomaten meiner zukünftigen Schwiegermutter. Die Idee mit den Zwiebeln im Brot hab ich noch von der  Mutter eines ehemaligen Partners, ich hab immer Glück mit meinen Schwiegerfamilien in spe 😀 ) mit selbstgemachtem Frühlingsaufstrich und vom Vota gemachten Speck. Lecker und deftig. Beim Kaffee hab ich mich dann schon geplagt.

Eigentlich sollte ich an den Ärmeln vom Blazer weitermachen, aber nachdem von Freunden der kleine Bub seit dem Wochenende im Krankenhaus ist, hab ich beschlossen, etwas für ihn zu machen. Und zwar aus diesem Buch

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Da bin ich auch grad dran und  wenn ich fertig bin, gibts Bilder :).

Es geht Muz-ab

Und zwar mit den Blazerteilen, die kleine Muze gerne auf dem Boden verteilen. Denn wenn so schön große, glatte Stoffteile auf dem Tisch liegen, kann man Anlauf nehmen, drauf hupfen und wunderbar sliden. Bis zur Tischkante, da muss man sich dann von dem Stück Stoff trennen und runterhupfen sowie graziös auf allen vier Fusserln landen. Durchaus machbar, nach ein paar Versuchen. Gut dass die Lens immer wieder den Stoff auf den Tisch zurück legt!

(„Berg“ immer mit „Muz“ übersingen)

 

Nicht deshalb, sondern einfach aus Zeitmangel ist beim Blazer nicht viel weitergegangen. Momentan bin ich gerade am Verstärken der Ärmel, bevor sie genäht werden. Das Umbügeln des Seidenorganza hat sich übrigens ausgezahlt, das Festheften geht um einiges leichter! Und dabei merkt man auch, wie gut sich Kanten in den Organza ein und ausbügeln lassen, weswegen er übrigens auch an den Saumkanten eingesetzt wird, denn dadurch wird die Kante viel schärfer.

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Zwischendurch gibt es wieder mal Essen, hier Ente auf Blattsalat. Die Ente ist angebraten und dann Ewigkeiten im Backofen bei 80°C nachgezogen. Und schließlich noch knuspi gebraten. Wobei ich sie zwischendurch mit Sojasauce (salzreduziert, Spar hatte die normale nimmer) und Honig eingepinselt hab. Den Rest der Pinselmarinade plus Zitronensaft hab ich dann als Dressing verwendet. Hat lecker geschmeckt, auch wenn ich das Fett nicht ganz unter der Haut raus bekommen habe, da muss ich noch bastorln :D. Wobei es mich ja nicht wirklich stört.

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Vom Braten ist einiges an Fett und Bratensaft übriggeblieben. Beides ist zusammen im Tiefkühler (Entenfett wird nicht so schnell fest) und wird morgen als Brotaufstrich verkostet.

Blazer und Sonnenschein

Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich in Kürze den Best-Basting bzw Heft-Preis der Muzination erhalten werde, nachdem ich einige Zeit mit Heften verbracht habe. Zum einen, damit ich endlich ein bissi mehr herzeigen kann, zum anderen, weil ich auch einfach die Passform überprüfen wollte.

Die ersten Ergebnisse sehen so aus:

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Hier sieht man, was ich schon letztes Mal gezeigt habe, die beiden vordersten Teile des Blazers sind am Revers pikiert. Dies ist deshalb so, weil ich als Verstärkung keine Klebeeinlage verwendet habe. Damit das Revers schön rollt, ist es also pikiert, dh. der Oberstoff ist mit kleinen Handstichen mit der Einlage verbunden. Die Einlage ist dann beim Abnäher und am Rand noch mit Hexenstichen angenäht. Diese werden dann beim eigentlichen Nähvorgang übernäht und damit ist die Einlage auch am Rand gut verbunden, ohne dass die Naht zu dick ist.

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Seitlich ist noch ein wenig Platz, aber das ist ok, momentan.

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Und hinten sieht’s auch gut aus. Der mit Heftstichen markierte Saum stimmt überein, dh die Messungen sollten stimmen.

 

Nach diesem großen Heft-Unterfangen gab’s erst mal Essen:

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Jammi Salat mit Spiegelei. Und Zitronensaft und Olivenöl, nachdem ich ja keinen Essig mag. Das Öl ist übrigens noch vom von uns besuchten Weingut auf Sizilien. Zusammen mit der Herbstsonne war’s richtig nett.

 

Danach hab ich bis auf die vorderen Nähte, alles mit meinem Juki Goldstück nachgenäht und vorne nochmals den Sitz kontrolliert. Hat gepasst, ist auch maschinengenäht worden und sieht dann im Endeffekt so aus:

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Hier sieht man nochmals die Einlagen gut (zum Vergrößern drauf klicken): vorne ist der Blazer mit Bauernleinen verstärkt, seitlich und hinten mit leichtem Baumwollstoff. Den unteren Rand hab ich mit Seidenorganza verstärkt. Den mit Hexenstich am oberen Rand festzunähen war mühsamst, nachdem sich der Nähfaden dauernd am Rande des Gewebes verfangt hat, nächstes Mal würd ich den Organza oben umbügeln.

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Und so sieht das ganze von hinten aus. Ich hab die Nähte aufgebügelt, weswegen alles recht hübsch aussieht, außer die beiden vordersten Teile :D.

Wenn irgendjemand spezifische Fragen hat, einfach in die Kommentare 😉

Impfen?

Das erste Mal auf die scheinbare Problematik des Impfens wurde ich durch einen Arbeitskollegen, welcher mir die sogenannte Dokumentation „Wir impfen nicht“ empfahl. Ich persönlich schätze mich als kritisch denkenden Menschen ein, auch bezüglich medizinischer Methoden und pharmazeutischer Vorgehensweisen. Da ich mich jedoch nie ernsthaft mit der Impf-Diskussion auseinandergesetzt hatte, beschloss ich, am Anfang anzufangen und lieh mir die sogenannte Dokumentation.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass mein Kollege ein technisches Doktorat abgeschlossen hat und von dem her recherchieren können sollte. Daher hat es mich mehr als erschreckt, dass er auf diesen Film hineingefallen ist. Er ist nicht nur auf polemischen, propagandawirksame Art aufgebaut, er basiert auch einfach auf vielen Lügen. Welche sehr einfach zu recherchieren sind. Besonders gefallen hat mir ein Detail am Rande, der Autor des Films vertrieb einige Zeit einen Raumspray gegen Impfschäden.

Als ich meinen Arbeitskollegen darauf angesprochen habe, hat er abgeblockt und nur noch gelächelt. Das ironische daran ist, dass er sich darüber aufgeregt hatte, dass die Schulmedizin nicht über ihre Tellerrand hinausschaut.

Weil ich diese Entwicklung und diese systematische Verbreitung von nicht nur Unwissen, sondern auch Lügen, sehr erschreckend finde, halte ich die Daumen, dass das Netzwerk Impfentscheid das heurige goldene Brett vor dem Kopf gewinnt, auch wenn die anderen Kandidaten sehr vielversprechend sind.

Eine der negativen (!) Auswirkungen des Impfens soll übrigens Homosexualität sein. Werden jetzt alle unsere Senioren, die sich gegen Grippe impfen lassen, homosexuell oder nur ein gewisser Prozentsatz? Wär auf jeden Fall interessant ^^

http://www.goldenesbrett.at/

http://www.twitter.com/goldenesbrett

http://impfentscheid.ch/

http://impfentscheid.eu/

Vorderteil Blazer und erste (primitive) Eindrücke vom Hochzeitskleid

Wie versprochen hab ich heute mal die Schneiderpuppe von den Hochzeitskleidprobeschnitten befreit. Womit ich schon recht zufrieden bin, ist der Schnitt von der Korsage, welche im Endeffekt zum Unterkleid gehört.

Normalerweise mache ich die Schnitte für meine Kleider selber. Hab ich in diesem Fall nicht getan, weil ich normalerweise auch nicht solche Roben trage und daher nicht genau sicher war, ob ich den Schnitt so hinbekomme, wie ich ihn mir vorstelle.
Der Schnitt, für den ich mich entschieden habe, ist von Marfy und dazu gibt es leider keine technische Zeichnung sondern nur dieses Bild:

Schnittzeichnung Hochzeitskleid

Dh beim Probeschnitt hab ich vor allem beim Zusammenpassen vom Oberteil recht gewerkelt. Das Korsett ging dafür recht einfach, da weiß man ja, wo die Teile hingehören. Allerdings hab ich es noch recht umgeändert. Anscheinend ist es bei Hochzeitskleider öfters so, dass man quasi einen steifen, gepolsterten Brustteil hat und deshalb dieser gar nicht unbedingt der Brust angepasst ist. Sowas mag ich nicht so gern, ich bin immer gern gut eingeschnürt und hab deshalb einiges an Stoff an den Seiten  weggenommen und versucht die Brustpartie ein bisschen mehr zu definieren. Das ist bis jetzt die Version:

Unterkorsett Hochzeitskleid

Die Abnäher und Nähte müssen noch ein wenig beschönigt werden und dann würd ich mal versuchen Stäbe einzusetzen und vielleicht sogar ein Brustband und Bügel. Mal gucken.

Danach hab ich noch schnell die vordersten Teile des Blazers auf die Puppe gesteckt und das sieht jetzt so aus:

Vorderteil  Blazer

Abgesehen davon, dass der rechte Teil schief gesteckt ist, kann man doch schon etwas erkennen.

Und mein Lieblingsverlobter hat mich dabei photographiert und durch dieses Bild wird wohl klar, wie viel Sinn für Kleidung ich habe

Blazer anstecken

Kein Wunder, dass mir in Geschäften alte Damen mein Gewand richten und Etiketten reinstecken. Würd ich auch, wenn ich mich so sehen würde 😀

Bratwurst Wok und Blazer nähen

Das Wochenende ist düster in Bruck, da will nicht wirklich viel Laune aufkommen. Daher haben wir uns heut Vormittag zusammengepackt und sind zum Bauernmarkt am Hauptplatz spaziert. Dort haben wir ein wenig Gemüse gekauft und weil ich noch Nürnberger Rostbratwürste hatte, gab’s dann Bratwurstwok

Bratwurstwok 1

Der Fenchel sollte ein wenig zur Beruhigung des Magens beitragen, der bei mir (wieder mal) etwas angeschlagen ist.

Bratwurstwok 2

War ungewohnt lecker, auch wenn die Wurst gar nicht so durchgekommen ist.

 

Ansonst arbeite ich an meinem ersten Blazer

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Alleine das Zuschneiden war schon ein halber Tag Arbeit, momentan bin ich daran die Leineneinlagen an der Vorderseite mit Hand einzunähen. Wenn ich mich endlich aufraffe und die Hochzeitskleidproben von der Schneiderpuppe räume, kann ich mal ein Bild davon machen.